eines Senatoren und wußte sich in seinem Berufe so auszu­zeichnen, daß er 1599 einen Ruf als Professor der Medizin nach Heidelberg erhielt und sich hier nicht nur als akademischer Lehrer, sondern auch als praktischer Arzt und Leibarzt pfälzischer Fürsten auszeichnete. Von seinen 13 Kindern waren zwei her­vorragende Juristen und pfälzische Gesandten. Ein anderer, Peter III, widmete sich der Medizin und der akademischen Laufbahn und wurde schon mit 29 Jahren Rektor der Universität Heidelberg. Als nach dem Prager Frieden im Jahre 1635 die Rheiupfalz in bayerischen Besitz kam, erging an ihn von seiten der Stadt Frankfurt der Ruf als Archiater oder Physicus pri- marius. Die ausgestandenen Bedrängnisse während der Kriegs­zeiten und die neu geschaSenen, für ihn ungünstigen Verhältnisse ließen ihn jenen annehmen. Hier in Frankfurt gewann sein Wirkungskreis als ausübender Arzt bald die weiteste Aus­dehnung nicht nur unter der Bürgerschaft, sondern auch bei den benachbarten Fürsten von Mainz, Pfalz - Simmern, Zwei- briicken, Cassel, Darmstadt, Nassau etc.

Von seinen Kindern zeichnete sich wiederum einer als tüchtiger Jurist, Professor und Syndicus der Universität Heidel- inv.-No.20. berg aus, während Peter IV, welchen das erstere der beiden \ / Bilder darstellt, Arzt wurde. 1653 wurde er in Frankfurt als Vlvt -^ rzt rec ipi ert: un( l genoß als solcher, gleich seinem Vorfahren, großes Ansehen.

Von seinen Söhnen wird Peter V nicht Arzt, sondern Jurist. Er lebte hier als Resident der Generalstaaten bei den Rheinischen Kreisen. Ein anderer Sohn, David, ward Arzt, war einige Jahre hier als solcher thätig und später angesehener Professor der Medizin zu Heidelberg. Ein anderer, Johannes, inv.-No.^welchen das zweite Bild, 1721 von dem geschätzten Frankfurter /Maler Für ich angefertigt, darstellt, studierte zuerst Jurispru­denz, widmete sich dann aber dem Militärstande und starb 1742 als Kommandant der Nassauischen Feste Dillenburg, als letzter seines Geschlechtes. Der sehr bedeutende Familienbesitz ging au einen Anverwandten, Herrn Major Friedrich Wilhelm von Malapert, über, von welchem Senckenberg im Jahre 1766 die beiden Bilder erhielt.

inv.-No.21. Das folgende Bild zeigt uns den Dr. Joachim Merian, Ai einen Sohn des bekannten Kupferstechers Mathäus Merian

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