Sechsundsiebenzigste Nachricht

von dem

LortgANg und Anwachs

der

vr. Senckenbergifchen Stiftung

zum Besten der

Arzneikunde und Arankenpflege

vom 1. April 1909 bis 31. War) 1910.

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3m abgelaufenen Jahre erlitt die Stiftung einen unerwarteten, überaus schmerzlichen Verlust. Der verdienstvolle Chefarzt der inneren Abteilung des Bürgerhospitals, Herr vr. Wilhelm Streng ist am 19. Juli 1909 im Alter von 45 Jahren verstorben. Unsere Stiftung hat in dem Dahingeschiedenen einen Mitarbeiter verloren, der seit sieben Jahren seine Stellung mit größter Hingebung, unermüdlicher Pflichttreue und schönsten Erfolge bekleidet hat. Sein Wirken wird in der Stiftung unvergessen bleiben.

Die Rechnungsrevision für das Rechnungsjahr 1908/09 wurde am 18. August 1909 durch die Herren Oberbürgermeister vr. Adickes und Stadtrat Dr. jur. Carl Flesch in Gemeinschaft mit den von der Großherzoglichen Ludwigsuniversität in Gießen abgeordneten Herren Professor 0r. Leist, Dekan der » juristischen Fakultät und Geheimer Medizinalrat Professor l)r. Bo ström, Dekan der medizinischen Fakultät, vorgenommen.

Zum Armenamt wurde für das Jahr 1910 Herr l)r. Heinrich von Mettenheimer und als Stellvertreter Herr Sanitätsrat Or. Franz Baerwind delegiert.

Nachdem hinreichende Zeit verflossen ist, um die Gestaltung des Betriebes der Stiftungsinstitute an ihrer neuen Stätte zu überblicken, hielt es die Administration im Interesse einer übersichtlichen Vermögens- Verwaltung für zweckmäßig, von dem nach Bestreitung aller Aufwendungen verfügbaren Erlös des früheren Stiftungsanwesens den einzelnen Instituten bestimmte Summen zuzuweisen.

Der mit der Stadt für die Abtretung des alten Stiftungsgrundstückes vereinbarte

Kaufpreis von.. . M. 6,230,000.

verminderte sich um die vertragsgemäß an die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft

und den Physikalischen Verein gewährten Entschädigungen von zusammen.

Von den verbleibenden.

wurden M. 1,580,000. für Geländeerwerb und M. 2,588,421.47 für die Neubauten des Bürgerhospitals, der Bibliothek und des anatomischen Instituts einschließlich der inneren Einrichtung sowie die Anlegung des botanischen Gartens aufgewendet . . . zusammen

verbleiben

Hierzu treten die während der Bauzeit ausgelaufenen Zinsen mit..

sodaß verfügbar waren. M. 1,275,513.37

Unter Berücksichtigung des Bedarfs der einzelnen Institute wurde beschlossen:

1. dem anatomischen Institut.M

2. der Bibliothek.

3. dem botanischen Institut (unter Berücksichtigung der noch zu erwartenden Baukosten

4. dem Bürgerhospital.

sowie das aus dem Nachlaß des Herrn Anton Emil Umpfenbach verfügbare, seither

getrennt verwaltete Kapital von.M. 457,000.

zuzuweisen und den Mehrbetrag von. 155,916.11

M. 1,275,513.37

M.

M.

950,000.

5,280,000.

4,168,421.47

1,111,578.53

163,934.84

319,597.26

100 , 000 .

550,000.

150,000.

%

zur Bildung eines Reservefonds zu verwenden.