Das Andenken an unseren großen Stifter Senckenberg ist gerade in den letzten Jahren, mit denen eine neue, hoffnungs­volle Epoche in der Geschichte seiner Stiftung eingetreten ist, öfters in festlichen Versammlungen wachgerufen worden; uns allen stehen noch die Feier des zweihundertsten Geburtstags und die Einweihung des Bibliothekgebäudes, die Feier der Er­öffnung des nach Senckenberg genannten naturgeschichtlichen Museums in lebendiger Erinnerung. Als der Vorstand zu Beginn dieses Winters, da das letzte Senckenbergische Institut, die Ana­tomie, seinen Neubau bezieht, den ersten Vortragsabend der dankbaren Erinnerung an den Stifter zu widmen beschloß, bin ich gern dem ehrenvollen Rufe gefolgt, in diesem mir sonst fremden Kreise über unseren Senckenberg zu sprechen; denn nicht den Ärzten, nicht den Naturforschern allein gehört sein uns allen teurer Name an; Frankfurts berühmtester Stifter ist eine eminent historische Persönlichkeit für unsere Stadt ge­worden die Geschichte ihres geistigen Lebens verdankt ihm und den Anregungen, die von seiner Stiftung ausgegangen sind, unendlich viel.

Sie hat es herrlich weit gebracht in den letzten Jahren. Die beiden Teile, das wissenschaftliche Institut mit seinen verschiedenen Anstalten und das Krankenhaus haben die von dem Stifter mit so großer Liebe und mit so reicher Zukunftshoffnung errichteten Räume am Escheuheimer Tor verlassen, um an gesonderten Stellen ihre humanen uud wissenschaftlichen Aufgaben fernerhin