Veniebat die Milchfrau von bornheim, dicebat es sey ihr ein schaden

unten am rechten fuß von selbst zugegangen, hat immer fliegende

hitze zuweilen. [todtenbücher] so sie zugehen ist gefährlich. Natura sese

contrahit, et [motus] [movent] ad centrum, der todt kommt bald

darauff. zu vomiren hat ihr der Feldscher gegeben [erroneè?].

veni ad fende,

sich anderen nicht aufdringen in conversatione bonum est, nicht incommodieren, vielmehr*

guts thun hoc natura requirit, die auch noch lebt bey denen

[frommen], geben nicht gern zu viel v. nehmen gerne sub pio praetextu

Die viel schwatzen von pietaet sind alle nichts nutz, die tacitè

absque oris [strepitu] in corde Gott dienen sind die Beste. Multa

dicentes pauca faciunt vel nihil.

Jeder restituirt s. Götzen v. der ander [der] seinen auch hat [verachtet]

[den andern]. Alles [raisonniren] auß [?] voluntate [huc/hic] vel

[illic] intenta. Est Chaos [confusionum], alii errant ex in-

tellectu [vitios?] & ignorantia, alii ex malitia.

[Gabler] sucht [compagnie], kommt nicht auß, [steckt] in schulden last, ist

ängstlich vult emergere. Auch gehts mir so, so ich nach

[einigen] sünden angstlich bin v. der teufel mich zu Gott treibt,

da suche ich auch guter Leute Compagnie. Forte dum ego

[laetus] sum, & alii habent uti ego [cum] tristis [fui], debeo eos

tolerare ut volui ut illi me tolerent eo t<em>p<ore>, weil ich*

selbst, wie mir mein gewissen sagt, nicht unschuldig bin.

Fende ist in s. gutheit schon offt [f?irt/flectirt] worden, sagt man dürffe

fast niemand trauen.

Ein bürstenbinder hier lehnte von ihm auf eine wenige Zeit 20 [Thaler]

[variis] speciosis [praetextibus] & pietate [praetensa] optimae [notae]

war alles nichts. Jst nach [leinstadt] [gangen] v. denckt nicht daran

Eberto dem buchhändler in Tübingen so gestorben dedit Fende [100]

thaler [davor] s. frau stehen wird.

Fende putat Gros habe stier Angst gemacht ohne Noth auß feind-

schafft ihn von ofenbach wegzubringen, so nicht ist soviel ich gesehen.

Denn das thut Gros nicht, vo dem sich Fende alß s. antago-

[nist] alleß böse vorstellt. So kan einer mit guten thaten auch

bösen [lohn] v. [Verdienst] auf sich laden. Man solte [fast] auß dem

fine [keinem] mehr dienen, ni [obstaret] Dei praeceptum so groß

ist der undanck der welt. Sed fiat justitia, pereat mundus.*

Ebertus [recommendirte] ein Mensch an fenden so sehr fromm sey, wolle

[ein] [schlieserin] ex fonte pigro [Bochmeistero] & [Gichteliano] abgeben,*

um sich nicht zu sehr mit der welt zu vermischen, brachte einen bürstenbinder

mit, dise heilige Jungfer zog nach [schwartzenau], v. nahm diesen

Kerl zum Mann. [B?] [v?] ließ sich mit dem Kutscher

copuliren, wolte hernach auch auf solche [conditiones] haußhälterin wer-

dren, forte ne desideriis [?] [officiat], & iis per laborem [aliquid]

[decedat].



[Ergänzungen des Schreibers]

* man wird [einen] bald

überdrüssig auch die

gute selbst. quod

rarum, charum

est. selten kommen,

macht liebe. [???]

* Etiam malos tolerare

debemus, doch ihnen

nicht so viel thun

alß den [frommen], ob

sie wollen vielleicht

umwenden von dem

bösen wege.

* Uxor attrahit [physice]

semen ex marito,

wil immer Geld haben

v. a. m. Est

[eas] attrahens &

[devorans] [cuncta]



[Editorische Anmerkungen]

* [Sprichwort!)