<23.3.1763>

reas de 1612, 1712*

sed sero sapiunt*

Phryges.* (o)

[Man] war nicht wohl [für-

sichtig] v. [wohlweise],

daß unglück voraus

zu sehen. daß da einen

der teufel plagte v.*

man bey Beeltzebub

hülfe suchte, man

würde gar aufge-

fressen werden.

[Fortsetzung in dieser Zeile des Eintrags vom linken Rand]

jetzt stehlen die Rathsherren v.

Bürger zugleich, nobiles

s<alva> v<enia>* v. et ignobiles fu-

res,* v. die pöbelhafften

gesinnte Cives* so sie in

Rath kommen v. befehlen

werden ärger alß die

Junckern nie gewesen.

Kein schermesser scherfer

schneit alß ein bauer der

ein Edelmann wird.

asperius nihil est hu-

mili cum surgit in altum*

So wirds gehen: Einmahl kriegt

senatus* eine Ohrfeige von Wien

einmahl cives* wann

beyde vice versa* es zu

bunt machen v. die*



[Editorische Anmerkungen]

* durch die kaiserlichen Commissionen von 1612, 1712

* (am linken Rand):

1711 nahm

Caesar (der Kaiser) die

Juden der

stadt weg

so leibeigen

waren,

in s. schutz

nefarie (auf ruchlose Weise).

* aber die Phrygier/Trojaner werden zu spät klug

* (am linken Rand:)

(o) N

(o) profitierte [?] [?] contra Cives et senatum [?]

* mit Verlaub

* adlige und nichtadlige Diebe

* Bürger

* Nichts ist härter/gröber als ein Niedriger, wenn er in die Höhe steigt

* der Rat

* die Bürger,

* wechselseitig

* (weitere Eintragungen am linken Rand:) ut Galater

(o) wollte sich klug v wohl

weise tumme teufel

wegen des Eigennutzes

[?]