<18.3.1763>
d<ie>
Veneris18. Mart<ii>
1763
Capit. Lieut. Antoni.
Thoranc Lieut. du Roi
liebte die simple
man-
chettes, einen simplen
schwartzen Rock, sine
fastu ullo.*
gestickte
manchettes
nannte er Schmutz,
liebte es glatt.
den Schmutz sagte er
solle
man anziehen, so man Weibs-
leute in gesellschafft habe.
Weil
der elapsa nocte*
Verstorbene
OLieut. v. Klettenberg*
schwach an leib v. gemüthe
war
it<em> der Major Textor
ein Vieh frater sculteti*
das alltägl. 4
Maas Wein
v. auch liqueurs säufft
sonst ohnmacht bekommt
im übrigen
ein ordentl.
Rindvieh ist; in
Winter in facie* gantz
blau vom Kupfer*
sagte Thoranc Mr le
Baron
de Pappenheim weiss daß
Krieg ist, aber v.
Klettenberg v. Textor
haben
nur gehört daß Krieg ist.
Textor der Esel zog s. gage
v. kam nicht aus d Hauß,
frasse v. soffe
v. hatte ein
Feldwacht vor s. Hauß.
Antoni that alle s. arbeit,
[Editorische Anmerkungen]
* ohne jeden Hochmut
* vergangene Nacht
* Johann Erasmus Seiffart v. Klettenberg v. Wildeck (1698-17.3.1763), Mitglied in Patriziergesellschaft Frauenstein, Obrist Lieutenant (Quelle: Frankfurter Patrizier)
* der Bruder des Schultheißen
* im Gesicht
* Vgl. DWB Bd. 11, Sp. 2759 :" [...] kupfer im scherz von einem pfinnigen gesicht Frisch 1, 558 a , kupfer im gesicht, finnen Reinwald henn. id. 2, 77 , ein allgemeines witzwort; wo man stets .. unmässig isset und trinket .. da geht die wirthschaft den krebsgang .. die mobilien werden verzehrt, und bleibt nichts über als das kupfer auf der nase."