<15.2.1763>
tortor
*
F.M. v. Lersner der grose
Spitzbub scabinus* in
latrina
mortuus*
cum
flagitiis suis*
hat ihn in
den Rath gebracht. Er
sollte der Junckern Spitz-
büberey
ausführen
contra cives reliquos,*
daß sie wieder frey stehlen
könnten wie
[st? ]
v
die Sippschafft aufgehoben
würde. Aber Gott
gab
daß die Spitzbuben uneins
wurden v. einander das
sauerbrod ausrieffen.
it<em>* v. Lersner
an eben
dem tag crepirte in latrina
da er gegen s. Eid das
decretum
eligibilitatis
in senatum* vor s.
leiblichen schwager v.
Glauburg,
vivente so-
rore, Glauburgi uxore,*
überreichte.
v. keine
Canaille
im Rath einmahl ein
wort muchsete,*
nec Cives quoque ex
Collegio* v. so hatte er
alles intimidiert,*
erbeten v.
erschmeichelt
timidi* Esel v.
Spitzbuben allesamt in
Rath.
[Editorische Anmerkungen]
* Er ist sich selbst ein Schinder und Peiniger.
* Der Schöffe F. M. von Lersner (wohl „Friedrich Maximilian“; zu seiner Person siehe de Bary, S. 164)
* der in der Latrine gestorben ist
* mit seinen Schandtaten
* gegen die übrigen Bürger
* ebenso
* das Dekret der Wahlfähigkeit in den Rat
* bei Lebzeiten seiner Schwester, der Ehefrau von Glauburg
* " muchsen , verb. much sagen, kurz brummen, mit dem nebenbegriff des widerspruchs und unwillens; bei mitteldeutschen schriftstellern des 18. jh. [...] " (Quelle: DWB Bd. 12, Sp. 2604)
* und auch nicht die Bürger aus der Versammlung/Collegium
* eingeschüchtert
* furchtsame