<25.4.1763>

d<ie> lunae25 April<is> 1763

Herr v Rhost*

moquiert sich über den hiesigen

weitläufigen Rathstitul

inania omnia

[intus?] [ubi] [?]

tituli extus,*

alles [hangt?] [heissen]

ist nichts darinnen.

mehr also [wir/wie] scheinen

aber [?], die [kostbar?]

verrathen, daß nichts

in Sack ist.

groses Gepränge

der Kaufleute [zeigt]

an daß sie die leute

blenden wollen, ihnen

viel zu lehnen, v.

daß sie verderben v

die leute darum

betrügen wollen.

die am wenigsten der Ehre

werth, aber Ehr bedürfftig-

ste sind, wollen die meiste

Titel v Ehre haben,

wann es am [beschissensten?]

aussieht, will man am

Hochsten angesehen [sagen?/Seyn]

die [NiederOsterreichische] Regie-

rung in Wien hat ein gar

kleinen titul.

bey den alten teutschen hiese es

[den/die] Ehrbaren v. frommen

wie noch in der Schweitz.



[Editorische Anmerkungen]

* Johann Christian Rhost von Eyßenhart: „Ritter des Heiligen Römischen Reichs. Kaiserlicher Rat. Kommunalpolitiker. *14.6.1702 Schleswig, † 20.2.1777 Ffm. Der Sohn eines herzoglich schleswig-holsteinischen Kammerassessors hielt sich erstmals 1714 bei seinem Oheim Christian R. in Ffm. auf. Nach Reisen durch Europa und langjährigen Erbschaftsprozessen in Wien ließ sich R. 1735 endgültig in Ffm. nieder. Seit 1739 Mitglied des Ffter Bürgeraussschusses (51er Kolleg), von 1742 bis zu seinem Tod als dessen Senior. (Quelle: Frankfurter Biographie, Bd. 2, S. 193 f.)

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