<10.4.1763>
d<ie>
solis10 April<is> 1763
Herr v [Bauer] scabinus* mit
der grosen
Nase, auf dem Schatzungs
Amt, tribuliert die leute
um geld,
so nichts haben, da
die Schatzung hoch aufgewachsen
v man [nachgesetzt] v.
nicht [ein-?]
getrieben. Sagt zu [waschwei-]
ber alß, sie haben
geld etc
verlieren alle tage (o)*
acsi hoc
idem esset cum
scabini mercede.
der verliert s. geld mit
Sünden vor
nichts
thun.
glaubt es werde allen
leuten so leicht
denckt wie
der Narr in der
Comoedie:
Wenn ich satt bin soll
die gantze welt
satt
seyn.
oder wie der Schultheis
in d [Wetterau?]:
Wann ich es
nur
hun.
Dido; apud Virgilium:
non ignara mali miseris
succurrere
disco.*
Plinius minor:
ô
quam utile est ad usum
secundorum per adversa
venisse!*
solcher leute
Eltern v. Vor-
Eltern haben ex publico*
[Editorische Anmerkungen]
* Schöffe
* (am linken
Rand:) e<xempli>
gr<atia> (zum Beispiel) Waschweiber, so gantz arm. [Jn]
weiter nichts vor
dienen können, sine distinctione, [?]
* Nicht unbekannt mit Unglück, lerne ich, Elenden beizustehen. (Vergil, Aeneis 1,630).
* Oh, wie nützlich ist es, zum Gebrauch der Glücksgüter durch Widrigkeiten gekommen zu sein (Plinius, Panegyricus 44)
* aus der Öffentlichkeit / dem Gemeinwesen