irettund der GenerabLieuteNLNt Ba?vn vsu Roth wird unter die Zahl der Kriegsgefangenen gezahlet. Am zosten muffe der Prinz von Stoff-- berg einen anderweitigen Angriff bey Frauen- stein aushLitcn, :§ wurde aber der Feind mit Verlust zurüEgettieben. Allen Anstalten nach dürfte es Hierkey schwerlich bewenden. Es ist noch eine frische Armee bey der Hand, von wel­cher wir uns die gewisse Hosnung machen kön­nen, daß sie den Gegentheil in denen erlangten Vonherlen nicht lange ruhig lassen werde. Den 2ysten Octobcr langten Ihro König!. Hoheit der Prinz Albert mit einen ansehnlichen Corps vonZittau inhiesiger Gegend an, und nahmen Dero Hauptguart-er zu Ubigau, und von ge­stern paßirte der Gener.al Graf Caramelli mit einen andern darzu gehörigen Corps bey Schan­dau die Elbe. Ein gleiches ist unterhalb Meis­sen von dem unter Commando des General von Neuwi- d aus Schlesien angekommenen feind, ftchen Corps zum Theil geschehen, und ist kein Zweifel, man werde nächstens von mehkernst- haften blutigen Auftritten hören.

Magdeburg, vom 2. Nov.

Vorgestern als amSonntag gegenAbend kam der Flügel-Adjutant Sr. König!. Hoheit des Prinzen Heinrichs, Herr von Schwerin, unter Verrenkung vieler blafendenPostrllions tneselbst an, und brachteJhro Majestät derKonigmdie Nachricht, daß Se. Kdnigl. Hoheit am verwi- chenen Freytag den2y.Oct. früh dievereinkgte Oesterrei-chische und Reichs-Armee bey Freyberg angegriffen und einen vollkommenen Sieg er­halten hätten: Fünf bis 6200 Mann, worun­ter ein General, verschiedene Obristen und viele Officiers seyn, zu Gefangenen gemacht, such 35 Fahnen und 21 Canonen erobert worden. Die Umstände dieses Sieges wechen dadurch merkwürdiger, da Se. König!. Hoheit solchen nur mit einem Theil Dero Armee erfochten, in dem das Corps des Herrn General Lieutenants yon Hülsen nur einige Bewegungen gemacht, die Armee zu unterstützen, das Corps aber, so der Herr General - Lieutenant Graf von Neu­wied aus Schlesien nach Sachsen führt, dem Treffen nicht beygewohnt, sondern au demsek- ingcnTage noch zu Grvffenhayu diesseits der Elbe gestanden.

Fontainebleau, vom 3 Nov.

Gestern haben Se. Majestät der König den

Herrn Grasen von Chviseul, S'taais-Secreilrr^ rium derauswämgenAngelegenheilen zum Duc- & Tair de France ernannt. Dieser Minister wird künftig den Namen eines Duc de Prssiia- führen.

Hannover, vom 3. November.

Gestern Mittag übe? brachte uns eire Estaf- setle aus dein Lager des Prinzen Friedrichs Durch!, zu Eng-ichshausen die vorläufige er­freuliche Nachricht von Verffebergabe von Cas­sel. Die Besatzung ist Krigsgefangene gemacht, urrd darf in Jahr und Tag nicht gegen uns dienen.

Fortsetzung des vollständigen Journals der Be­lagerung Schweidnitz.

Den?.7sten des Morgens wurden 200 Mann commandirt, welche den Feind aus unfern En- lonnoirs vertreiben sollten. Da man aber ge­wahr ward, daß der Feind solche von selbften verlassen, so wurden selbige durch Freywillige wieder besetzt,und die rumilteCemmunicalions- linien wreder hergesteltt z auch in der folgenden Nacht, zur besseren Defension der Mine dasCra- chet der linken Suppe verlängert, und mit 1 Peloton besetzt. Der Feind hatte seine Glane nach unserm Zten oder vordersten Entonnoir dergestalt scarpirer, daß er solchen bis auf den Grund mit kleinem Gewehr bestreichen konte; es war also nicht möglich, weiter als bis in den 2ten Entonnsir zu gehen, in welchem man eine Traverse und hinter solcher das Emplacement zu einer Sappe eouvert, die y Fuß unter dem Ho­rizont lag, ansertigte, mit welcher man unter dem. ztcn Entonnoir weg, nach demjenigen Orr gehen wollte, wo unsere letzte Rameau gewesen. Den 28. legte die Artillerie in der 2. verlänger­ten Paralelle eine neue Batterie von 4.^pfun­digen Canonen an, mit welcher man dieatta- gnirte linke Face des Forts 2. reeochitirte. Den 2Y. und zesien avancirtendieMmems mit der Sappe eouverte2? Fuß. Nach dem letzten Oo sterreichischen Entonnoir, wurde zur linken ei­ne offene Sappe geiüh.-et. Den i. und r. Oct. verlängerten die Mineurs den Rameau bis auf 45 Fuß. Sie paßirten eine verfallene feindliche Gallerie. Aus der offenen Sappe, nach dem letz­ten Oesterreichischen Entonnoir, wurde wegen der vielen Bomben, <0 dahin fielen, eine Sappe- cvuverte gemacht. Die Artillerie legte in der rech­ten Sappe vor dem Logement bey der Fiesche eir