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Mittags kam der feindliche Majrr vonBertholt vom Salmschen Regiment und verlangte eine Stunde Stillstand um dieTodten zu begraben^ undeswurdeihmauch dieses accordiret. In» zwischen wurde die Sappenarbeir eifrig fortge- setzet, weilen man sich feindlicher Sens trejes nicht ausbedungen hatte, imzleichen ließ man die Flesche recognosciren, und fand daß solche noch iZO Schritte von unserer Sappe entfernet war. In der folgende Nacht thar der Fernd einen Ausfall mit erlichen 50 Mann. Zweyhmi- -ert M. unserer Bedeckung gingen ihm entge­gen und verfolgten ihn drs ut die Flesche, vor dem Stli^auerchor; einige Mann erstiegen die Flesche, weil aber solche zu wert von unserer Sappe entfernet war, und unter einem vier­fachen feindlichen üeuer lag, so begnügte man sich daß man selbige nschmahlö recognvsciret und wieder in die 2te Parallele zurück ging. Mit der Sappe connnuirte man dis 50 Schutt von der Flesche. Wir verlohren 16 Tvdte und 4° Bleßirle, unter den letztem war der Capitain Pirch, von Ferdinand, und der Capitain Oiver- beg, von Syburg. Die Nacht vom 20 zum 21 kamen wir mit der Sappe bis an den Rand des Glacie.

Brieg, vom azAug.

Gestern Abend um 9 Uhr sind avisier Se.Er- oellenz, der Herr Friedrich Leooold Graf von Geßler, Sr. König!. Maj. hochbestalter Gene­ralfeldmarschall, Ritter des schwartzen Adler ordens, wieauch St. Iohannilerordens, Amts, hauprmann zu Seehesten, Erbhecr der Güter Schowezitz, Lomnitz und Groß-Lagiewnrck, an einem Steck-und Schlagfluß rm 7Zten Jahre dero ruhmvollen Alters selig verschieden. Journal von der unter Comandv des Hrn. Gr.

v. Daun Ercell. in Schlesien stehenden K. K.

Hanptarmee vom 15 bis 21. August, aus dem Hauptquartier Oberstem?.

Um den bereits angeregten Enrzweck zu er­reichen, war es allerdings nochmendig, bis an d.esogenanien, Kvlkschner-Berqe zu gelan­gen ; da aber die vom HerzogcviiBevernhin­ke Mmel Pey a genomm.ne vortheilhafrePosi tion solches- ganstich verhinderl, so wurde ungeachtet aller hiebey gefundenen Schwierig? keven, sogleich beschlossen, denselben noch den nemlichen Lag zu attaquiren : u. zwar solle der Feld MarschaldLieuienanl Baron von Beck mit 15 Bataillons, 5^ Cavallerie und i Huft-

saren regiment auf den feindlichen linken Flü­gel, der Feld Marschaü-Lieutenant von Bren­tano aber mit 8 Bataillons, 2 Dragoner und 2 .tzussaren Regimenter auf den Rechten den Angriff machen, und der Feldzeugmeister Graf von Lsfcy mit io Baltaillons, und i Cavallerie-Regiment vom rechten Flügel gegen die Fronte des Beverischen Corps anrucken, wo hieruächst der GcneralderCavallerie Graf O'Dvne! sich mit 4 Cavallerie Regimenter vom rechten Flügel, und denen vom Brentanischen Corps in dre Plaine von Reichenbach postiren muste, um die Flanque des Brentanischen Corps zu. decken, und dessen Attaque zu unter­stützen. Ueoer das bekäme der Feldzeuginei- sier Graf von La'ty den vsrläufsigen Befehl dw zum Angriff bestimmte Z. Corps, so bald der Herzog von Bevern würde geschlagen seyn, oder sein Lager verlassen haben, zu vereini­gen, und mit diesen gesamten Truppen ohne Zeit Verlust aus die Költschnerberge zu ru. cken, denen dieganze Armee sofor t folgen wür- de. Demnach setzten sich die zum Angriff be­stimm e Corps um z Uhr Nachmittag in Mar­sche, und kamen um 5 Uhr auf einen Stuck­schuß an den Feind, wo alsogiejch eine sehr lebhafte Canvnade von beyden Therleii airsten- ge. Kurtz darauf aber langte derKonig sech­sten nicht nur mit einer weit überlegenen Menge Cavallerie, sondern auch mit Infanterie, und Artillerie zum Serours an, und attaquirte die unlerCommando des Generalen derCaval, lerieGrafO'Donel gestandene diesseitige Caval- lerie, welche sowohl diesem, als noch drcy anderen erfolgten heftigen Anfällen so mutig, und standhaft begegnete, daß der Feind je­desmal gänzlich zuruck getrieben wurde, und sich bis gegen Abend auf dem Platz des Ge­fechtes sourenirte, hierauf aber ruckte dieselbe wegen der stäls anwachsenden feindlichen Macht, und dessen unaufhörlichen Artillerie- Feuer , dem sie ausgesetzetware mit eingefal­lener Nacht in bester Ordnung auf ihren Flügel, wieder ein.. Dieser Umstand hat in­zwischen nickt gestattet, weder das Brenta- njlche, noch das Lascysche Corps zum weiteren Angrif schreiten zu lassem DemFeld-Mar^chall- kieulenanr Baron von Beck ist es zwar seiner Secks gelungen, mehr als 300 Gefangene, deren wir in allem über 500 bekommen, j«; machen, und 2 drey pfündige. SM zu. ero»