Erlaub» ertheilet worden, auf die Englische Schiffe loszugehen, so will doch der in dem Haa-g befindliche Französische Botschafter davon nichts gewisses wissen, sondern hat auf Befragen, ob es deine also wäre ? nur geantwortet , daß es mög­lich seye.

Amsterdam, den 2 6. Oct.

Man hat hier Nachrichten, daß die Franzosen znVoulogne, Calais uird Dünkirchen 80. Trans­port-Schiffe in Bereitschaft haben. Da dieses Engeland ausmerksam macht, so sind die Schiffe im Canal ansehnlich verstärkt worden.

Ein anders aus Amsterdam, feen 27. Oct.

Briefe aus allen Französischen Häven melden einhellig , daß durch ganz Frankreich, auf Ordre des Königs, ein doppeltes Faß-Geld bezahltwer­den müsse. Auf unfern Custen sind seit einigen Tagen verschiedene Schisse gestrandet, unter an­dern gestern Mittags um 12. Uhr, ein z.Maili- ges, welches von London gekommen, wo es Holz ausgeladen, und nun mit Ballast nach Stockholm zurückgekehret. Das Schiff ist kurz darauf in Stücken gegangen, die in 14. Mann bestandene Eguippage aber glücklich ans Land gebracht wor­den.

Hannover, den 28. Oct.

In den heute von London eingelauftnen Brie­fen der zweh letztem Posten wird gemeldet, daß des Königs Majestät sich noch zu Kensington bey höchstem Wohlergehen befänden. Am rten des künftigen Monats, würden Sie sich von da wie­der nach St. James begeben, um den i z ten des­selben das Parlament zu ervfnen. Nach dieser Parlaments-Versammlung wird sichs auhern, ob Engeland mit Frankreich in Krieg verwickelt werde, oder nicht. Dem itzigen Ansehen nach dürften die bisherigen Zwistigkeiten mit Frank­reich in der Güte beygeleget werden. In der vo­rigen Woche ist der hiesige Staats-Minister, Herr vonDieden, rmd der geheime Cammer-Rath, Herr von Bremer, von hier nach dem Harz ab- gcreiset, um bey Ablegung der Berg-Rechnung zu Clausthal und Cellerfeld gegenwärtig zu seyn. Am ,8ten dieses, ist von der Königs. Cammer der ordinäre Courier mit der Quartals-Rechnung nach London abgefertiget worden. Am 1 -ten traf ein Englischer Courier von Petersburg, und am rosten einer von Braunschweig allhier ein, wel­che beyde ihren Cours weiter nach London fort­setzten. Der wegen seiner besondern Künste sich allhier aufhalteude Aeauilibriste, Namens Stu­art, ist auf Verlangen JhroKömgl. Hoheit, der

Erb-Prinzeßiu von Hessen-Cassel, vor einigen Ta­gen von hier nach Cassel abgegangen.

Donau-Strom, den 29. Ottobr.

Aus Panschova, in Ober-Ungarn, wird be- richttt, daß der neue Bacha, Namens Firari Mustapha Bacha, schon den 20. Sept. früh um 9. Uhr in Belgrad eingetroffen; es sind ihm bey diesen Vorfall die vornehmsten Türken zu Pferd und zu Faß, mit ihrer Feld-Music entgegen ge­kommen , imsere Wache an der Donau hat aber nur z. Canonen-Schüsse gehöret. Der alte Va­cha, welcher den sten Sept. von Kollatabgegan- gen, hat sich mit dem neuen unterredet., und nun ist alles ruhig.

Ein anders aus London, den ; i. Ott.

Der Hofhat Nachricht von einer scharfen Actio« erhalten, welche in America zwischen unfern Troup- pen unter dem General Johnson und den Fran­zosen unter dem General Dieskau den 7. Sept. fürgefallen, in welcher die Franzosen geschlagen, und der Sieg von unfern Trouppen erfochten wor­den. Es hätten die Franzosen einen Verlust an Todten, Verwundeten und Gefangenen von tau­send Mann erlitten. Der General-Lieutenant St. Pierre ist todt, der General von Dieskau , so tödtlich verwundet, zuKriegs-Gefangenen ge­mocht worden. Aus unserer Seite sind todt, und 60. verwundet worden.

Berlin, den zo. Ott.

Se. Majestät, derKönig, haben ein erneuer­tes und geschärftes Edict, daß niemand aus Sr. Königs Majestät Landen, er sey wer er wolle, bey ivo.Rthlr. Fiscalischer Strafe und Verlust des Einsatzes sich unterstehen soll, bey auswärtige« Lotterien sich zu intereßiren und Geld einzusctzen, bekam« machen lassen.

Bayreuth, den 31. Oct.

Gestern kamen Se. Hochfürstliche Durchlaucht, nebst Ihrer Königs. Hoheit, unsere gnädigste Lan- des-Herrschaft, wiederum in hiesige Stadt zurück, nachdem Dieselben des Tages vorher die Pal force- Iagd auf demKayserhammer, mir Erlegung ei­nes Hirsches von 18. Enden, beschlofien hatten. Der Schnee war die Nacht vorher einen Schuh tief gefallen, dem ohngeachtet Se. Hochfürstliche Durchlaucht diesem Hirsch bis an die Eger nach­setzten, wo er in Gegenwart JhrerKönigl. Hoheit von 12.4. Hunden erleget wurde. Die Durch­lauchtigste Herrschaft speisete hierauf an einer Ta­fel von 24. Couverts, und ließ die sämtliche Iäge- rey ebenfalls in einem besondern Zimmer bewir- then.