jjjl 11 2f «genehmjlcr Tag! O, sey heut mir abermal willkommen!
Wunsch und Hofnung sind erfüllt: Furcht und Zweifel ist entnommen, Denn du zeigest dich mir wieder in verjüngtem holden Schein,
Und willst mir und all den Meinen immer noch erfreulich scyn.
Dieses seltne Glück daö sich mit der reinsten Lust verbindet.
Reizt die Ehrfurcht, daß sie heut ihre Opfer froh anzündet.
Welche nicht Gewohnheit bringet; Neitr, cs ist ein andrer Trieb,
Der entfernt doch unverändert stets in gleicher Starke blieb;
Dieser will sich abermal heut in meinem Blute regen,
Und wie gerne wollt ich doch noch der Welt vor Augen legen,
Ein dem Schönsten aller Tage völlig würdiges Gedicht,
Das mit Witz und Kunst verknüpfet, treu erfüllet feine Psticht;
Doch, die Unvollkommenheit kan auch Beyfall leicht erwecken.
Wo man ihn nur einzig sucht, so daß Tadler wenig schrecken.
Wenn uns die Erfahrung lehret, wie cs öfters schon gefchchn.
Daß die Huld nach dem Gcblüte manche Fehler überschn.
Und welch edlen Gegenstand Hab ich mir hierzu erwählet;
So daß auch mein mattes Lied feinen Zweck noch nie verfehlet.
2f)CUt*Ct Väter! Dessen Name, Mund und Herz mit Ehrfurcht nennt, Du hast mir nach Deiner Güte oft den Beyfall schon gegönnt,
Drum kan ich auch wie bisher heut unmöglich stille schweigen.
Nein, ich mnß D l r für der Welt meiner Seelen Freude zeigen,
Welche in der Deinen Herzen, in mir sich besonders regt.
So, daß mich Dein seltnes Glücke inniglich für Lust bewegt.