Kästen mif einen günstigen Wind wartend. Cs hatten sich nach gedachtem Hellevoet.Sluys bereits vorher derHmogvon Neucastle, der Herr Rest» denr von Aycoles, nebst verschiedenen andern Mi- nisters und Personen vom Rang begeben , um daselbst Ihro Majestät ihre Aufwartung zu machen- P. S- Soebenvernimmtman,daß Jhw Majestät gestern desMorgens um ro.UhrzuHellevoet-Sluys unter Segel nach England gegangen.
Mastricht, den 4. Decembr.
Gestern gegen 1. Uhr langte aus Achen die Frau Gemahlin des Herrn Grafens von St. Severin antev einer Bedeckung Reuter an, bey derselben Ankunfft stunde die gantzeBefatzung im Gewehr und -aradrrle. So wurden auch die Canonen auf den Wallen gelöset. Wie man von Achen vernimmt, so haberr-Ihro Ercellenz der Kayserl. Bevollmächtigte, Herr Graf von Caunitz den 16. Novembr. daselbst eine Gegen Protestation wegen der Großmeister- schafft des Ordens vom güldenen Vließ übergeben, worinnen angeführet wird: Es seye Weltkundig, daß die Herzogen von Burgund Uhrheber besagten Ordens das Großmeisterthum desselben der Ober- Herrschafft ihrer Staaten angehefftet, so die Nachfolger ihres Geblüts besessen, folglich gehört diese Würde Sr. Kayserlichen Majestät als Gemahl Ihrer Majestät derKayserin Königin, Souverai- nm deren Niederlanden zu. Zu Brüssel ist man begriffen, die förmliche Eree,ii,'v»i dos Definitiv- Friedens-Tractatseinzurichren, nachdem nunmeh- roaüe Ratificationen ausgewechselt worden.
AV EftTISSEMENTS.
ns. Franckfurt. Herr Naumann, der Vater, her Medicinischen Facultat zu Dvuay V<Eor , thut hiermit zn wissen,. daß er der wahre und einige Besiser eines untrüglichen Geheimnüsses gegen alle venerische Kranckheiten sey. Er heilet dieselbe, ohne sich dabcy einiger FricKon, oder im gering.- sie» dar sonst bey dergleichen Euren gewöhnlichen Lgiiväkioti» zu bedienen. Seine Hülffs- Mittel heben gleichsam diese Kranckheit in 24. Tagen aus dem Grunde heraus/ UNdthUNihrellFKeÄparLeäer, par la Tran- fpiratioft, SiparUrine , und haben in ihren Wärckuu- gen nicht das geringste, das dem Temperament des Menschen zuwidersey/MNahl da deren Gebrauch so gemächlich ist, daß diejenige, welche in dieser Kranckheit, so sehrsieauchcii-gewurnelt, und so alt sie auch rst, das Vergnügen haben, wederdas Bett bey Tage, noch das Zimmer zn hüten nöthig haben; sondern ihren Geschafften ungehindertnachgehenkönnen. Was andere geringe
venerische KranckheiSm anbelangt, sie möge« von einer' Beschaffenheit seyn wie sie wollen, so hat er ein gewisses mineralisches und aus Metallen gezogenes Wasser, das er durch lange und beschwerliche Arbeilrzuweg-e gebracht, durch dessen Vermittelung ein jeder sich selbst heilen kan, wenn er alle Tage zu vier verschiedenen mahlen, nem/ich des Morgens um?» und io., Nachmittags aber um 3* und 5< Uhr, ein Glas frisch Wasser bringen, und go. bir 4v..Tropffen von diesem mineralischen und ans Metall gezögenen'Wasser darein fallen lasset, anbey so lange da- mit.ar-.hält,bis alle Zufälle gäntzlich gehoben sind, welches in kurtzerJeitzn geschehen pfleget; Man muß vor- und nachhero mit eiuck PriseGvld-Pulverpurgiren,und werden selbige also genommen: Man nimmt eine Prise voll diesem Gold-Pulver, thut es in einen Süffel und melieret es mit Skop Capilaire oder Molen-Safft, wann es wohl unter einander,wird es eingenommen,ist diePerson leichter Natur, kan mau nur eine halbe Prise nehmen, und eine halbe Stundedaraufeine Fleisch-Brühe oder Thee genommen, den folgenden Tag darauf sänge man an, das metallische und mineralische Wafferzu gebrauchen, wie oben gemeldet. Dieses Wasserdleibetbestäudig gut, Nutz heilet radicaliter die Saamen-Flüsse und xonorrkeam virralenrem, wie auch den weiffen Fluß der Weibs - Personen, und verbessert das mitScorbut und in Aeneval alles verderbte Geblüt, es mag die Corruption Herkommen von gllen Justanden, ist auch ein Fr«sei-variv vor den Fi- ftalä 1-antjs, und thut ein Fläschgen mehr FfleQ, als
2s. Foureillen Oecoekum Lignorurn , oder FinÄuia An- rimonü.Die Flasche mit rwsy Prisen prisgirendem Gold- Pulver, kostet s.Rthlr. Gölte aber eia Viru« virolique tm Geblutseyn, so muß dieEurvon 24. Tagen gebraucht werden. Herr Naumann befindet sich gegenwärtig hier und logiktt bey Herrn Gebbard am Neuen-Dhor, und rra^rsrer feine Krancken sowohl in Abwefenheit als itk Beyseyn, man muß ihm aber das Alter der Person, Temperament und deren Siir-ptowara schreiben, und kennet er die obige und alle andere Kranckheiten durch den Ural. Er wird in 6. Monaten wieder nach Mamburg reisen. _ ——
Da die Welt-bekannte Pillen, desHerrnAugu- stim Belloste, gewesenen Rath und ersten Leib-Chr- rnrgi bey dem Lurinischen Hof, von unterschiedlichen Personen verfälschet und nachgemach! worden sind; so dienet demnach dem Pubiico zur Nachricht , daß Herr Michael Anton Belloste, Medi- ciose Dodtor, in München, als alleiniger Besitzet solch väterlichen Arcam, diese seine Pillen ( mit Ihre Rom. Kayserl. Majestät allergnädigsten Privlle- gio) Herr Johann Ulrich Barensftld in Fmnckfurt, zu verkaukftn anverkrauet, bey welchem besagte ge- oechte Belloster Pillen, Schachtel-weiß von zwch und einem Loch zu bekommen sind, mit einer gedruckten hinlänglichen. i miauon wieauch in was sük Zustand solche zu gebrauchen.
Dies^ o u rn AI ig wöchentlich viermal bey denen Serlinischerr Erben und auf allen Post - Aemtek Msntägs, Biensta.gr, Krev-tags und Samstags zu haben; wird aber bes Hrn. SecknMgegeben.