selbe indie Ebene von SablsnS erhoben, um dieser Regiment, welches der Marschall von Sachsen auf seinem Leid-Pferd anführete, vorder) paßiren zu se­hen. Cs bestehet dasselbe aus soc> Mann zuPftrd und eben so viel zu Kuß, wie auch ans zco. Moh­ren auf weiffen Pferden. Gedachter Marschall, welKcr nicht, wie man geglaubet, nach Flandern zurück kehren wirb, har bey feinem Schloß m Chambord, wie auch in der Gegend von BloiS,Ca- fernen erbauen lassen, um sein Regiment darinnen einzuquartieren, welches sich auch ohnverzüglich dahin begeben wird. Aus Bretagne wil d berichtet, Daß zu Nantes undOrienr viele reich beladeneSchif- fe aus Indien angelsnget. Nachdeme der Präten- Deril vemommen, daß der Printz Eduard sein Sohn sich nicht vermählen wolte, hat derselbe, dem Ver­nehmen nach, die Prinzeßin Schwester des Her­zogs von Modena zur Ghe degehret.Als man jüngst Die Verlassenschafftdes verstorbenen Herrn Dufort, General-PachterS, versiegelt, um von derselben Werth völlige Gewißheitzu erhalten, hat man be­funden, daß sich dieselbe auf 7 . Millionen nach Ab­zug der Schulden belauffe, worunter man allein L sooo.Louis d'Or, ohne das Silber-Gelb zu rech­nen, angetroffen.

Brüssel, den'zo.Novembr.

Die Herrn Cvmmissarien, welche die Ausliefe­rung der Plätzen einzurichten die Unterredungen angefimgen , setzen dieselbe fast iäglüb fort. Die. Herrn Dechanten der hiesigen Zünften, so die Bürgerschafft hiesiger Stadt fürstellcn, haben ih­re Einwilligung zn Erhebung des Bier-Accises ge- geben. So sind auch an verschiedenen Orten hie- -sitzer Landen im Namen Ihrer Majestät der Käu­ferin KönWin Schreib - Stuben eröffnet worden, wo die Pässe ausgetheilct werden , man erwartet auch die Collegia der vorigen Regierung in hiesiger Stadt.

Prag, den zo.Novembr. r Gestern Nachmittag ist das Löbl. Syrumische Dragoner-Regiment allhier angekommen, wel­ches nach gehaltenem Rast-rag morgen weiters «ach denen demselben angewiesenen Quartieren ab- marschiren wird. Es continuiret zwar das Gerücht kochbeständig, daß die in Böhmen und Mähren einquartirte Rußische Truppen ehender, alS man vermuthet, ihren Rückmarsch succeßive, und Regi- menter-weise antretten sollen, es ist aber die eigentli­che Zeit zu sothanem Aufbruch dato noch nicht be­kannt.

Utrecht, den i.Deeembr.

Ihro Großbritannische Majestät, welche de»

Ls. des vorigen Monats aksHatmovek abgöttisch langten den n. Novembr.unter Bedeckung einiger Reuter desCavallerie-Regiments deSGeneral-Lieu- tenants, Herrn Barons von Eannnenburg, in Ge- sillschafft deS Herrn Barons vonSchwiegeld, allhiec an. Ihro Majestät geruheten bep dem Hrn. vo» Pouchond, Dero hiesigen Agenten, einzukehren, worauf sogleich vor bas Hauß des Herrn Pouchond eine Chren-Wache von so. Granadiers des Schwei­tzer-Regiments des General-Lieutenants von Con- staut deRebeque postirt wurde, welches Detache­ment von einem Hauptmann, Lieutenant und FÄmdrich commandirt wurde. Weil Ihro Ma­jestät von der beschwerlichen Reise in etwas ermü­detwaren, gaben Sie denselben Abend keine Au­dienz, allein solche wurde den folgenden Tag, des Morgens umck. Uhr Ihrer Durchlaucht dem Erb- Prinzvon Brandenburg-Anspach ertheilet, dieser Prinz bewillkommte Ihro GroßbritannischeMaje­stät in Dero Appartement. Es statteten auch der Herr Baron von Bobenhausen, Staats - Minister Ihrer Durchlaucht des Herrn Marggrafen von Anspach und Hofmeister Ihrer Durchlauft der Herrn ErbPrinzen, desgleichen der Herr Baro» von Biben die Ehre vor Ihro Majestät zu kom­men, und wurden aufs gnädigste empfangen. Der Abends um 7. Uhr reifete Ihro Großbritanische Majestät von hier nach Hellevoet-SluyS, wieder ab. Den 2.7. Rvvembr. ist auch die Gräfin von Iarmouth hier angelanget, und den wieder abgereifet.

S kraß bürg, dein. Dec.

Man lasset in Teurschlaud hin und wieder viel Korn aufkauffen. Es wollen einige vorgeben, als ob man im Elsaß und Lothringen viele Magazine aufrichten wolle; es ist aber der Mang--/ am Ge- traide, der die Franzosen dazu genöthiget. ES ist an vielen Orten das Korn sehr übel gerathen, und deßwegen müssen sie sehen; wo sie anderwärts Korn kriegen.

Haag, deri4.Decenibr.

Nachdem Ihro Großbritannische Majestät de» rz.Nosembr. des Abends zu Utrecht angelanget, so blieben sie daselbst bis den i. dieses, da sie denn wieder abreiseten, und noch am Abend desselben Tages zu Hellevoet-Slnys glücklich anlangten. Es giengenauchIhro Majestät sogleich an Boord Dero Jagd, welche mit vollen Seeglen auf Ihro Maje­stät daselbst wartete, der Wind aber, welcher an diesem Tag nicht günstig war, lieffe nicht zu unter Segel zu gehen, und blieben also Ihro Majestät annoch auf besagter Jagd auf den Holländische»