Vielleicht, daß Zöllner sich durch Grübeln selbst verführet, Wann er hat seinem Heil zu ernstlich nachgedacht: Vielleicht, daß Halle dir, wo du hast sonst studiret,
Ein ganz subtiles Gisst schon lang hat beygebracht; Vielleicht, daß Tuchtfelds Lehr, die unsrer Lehr will spotten, Dir um den armen Hals den Sm'ck hat angebotten.
Ach GOtt! ach wer vermag dein Unglück zu ermessen?
Dir, Herzens-Künd'ger! ist allein der Prast bekandt, Der dir auf deiner Seel so dick als Schmeer gesessen, Daß du so plötzlich dich von seiner Gut gewandt; . Von seiner grossen Gut, und den gelinden Schlägen,
Die du mir selber ossr hast her erzehlen mögen.
Dort kan ein Absalon wohl an der Eichen hangen,
Daß Joabs scharpsser Spieß ihn durch das Herze dringt, Da er so gröblich sich an David hat vergangen,
Und GOtt auf ihn den Fluch des Vatters wegen bringt, Daß seiner Knechte Knecht, die den Befehl kaum fassen. In Blut, in Noth und Tod ihn gar verzappeln lassen. *
Dorr schwebt das schöneBild recht zwifchenLusst undErderr,** Das am Gemüthe doch des Teussels Law gehört:
Sein Maul, worauf er ritt, must zum Rebellen werden, Da sich sein eigen Maul so grund-böß hat empört.
Ein unvernünfftig Maul verschlüge den zu tragen.
Den ojfi die Unvernunfft hat auf das Maul geschlagen«
Doch so hat Zöllner nicht, das ftomme Kind, verfahren, Er bliebe bis an Tod dem Vatter-Willen tteu:
Er wollte gerne sich an seinem Mund ersparen.
Daß jenes Ungemach nur abgeholffen sey,
Da er an Ort und Zeit durch tausend schöne Proben Der Thür der Mildigkeit nie Riegeln fürgeschoben.
. X 4 Ach!
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