>Aum sind fünffWochen hin, daß Nürnberg sich be- trübet,
^ ^ Und sich in Traurigkeit vertieffet ganz und gar, Da sich in ihrer Maur ein Schau-Spiel ausgeübet,
Das einer armen Seel so töd-als schädlich war; Davon uns noch, O Weh! durch schmerzliches Bezeugen-' Und ob der bösen Thar, die Haar zu Berge steigen.
Habt acht auf eure Schanz, ihr fromme Christen-Brüder!
Rieff jeder hochbestürzt, denckt, daß der Satan wacht: Ein junger Mensche fiel in seinem Blute nieder,
Der selbst durch einen Schuß sich aus der Welt gemacht; Blickt den Cadaver an, beschaut das Schreck-Büd dorten. Das leider! Treu-loß ist an GOttes Gnade worden.
Erzitten, da ihr seht den starren Leib für Augen,
Und das Gehim und Marck zerstreut liegt hier und dar; Erbebet, da ihr seht das Mord-Gewehre rauchen,
Das niemand wissen kan, wie es geladen war; Erblasset, da ihr seht zur Lincken und zur Rechten,
Daß wider uns so gar die höllische Geister fechten.
Die Canzel thöneten und donnerten zusammen,
Die Holl hieß dessen Sarg, der selbst sich thut beyseitr Die unumgänglichen und düstern Feuer-Flammen Das war der dicke Stoff von fernem Sterbe-Kleid; Und daß man nur noch mehr und hefft'ger sollte beben,
Hat man die Furien zu Trägern angegeben.
Die