ttn müssen ; Dieses die Lucherischen Studenten hörend , sagten mit Gelächter, der Kerl raisonnirt Pferdmaffig, alsdann gicu- gen sie fort; mittlerweile versainmletcn sich die Pursche auf bei« Schloß-Platz wiederum zusammen, und walten des Paters sei­nen Nachhaußgang erwarten, allein er getrauete sich nicht ans der Kirche zu gehen, weilen er nicht ei.ien gar zu guten Gruß sich von denen Lutherischen .versähe, welche sich auch entschlossen ihn mit Prügeln zu bewillkommen ; Indessen ward der Tumult immer grösser, biß endlich vom Schloß Befehl kam, sie solren vom Schloß-Platz weichen, da sie sich dann in die Burg-Stras- se swelches die erste Strasse am Wchloß-Uatz ist und die Patres innen wohnen,H retirirten; «o dann kam Befehl vom ldeslore dlaznitico die Pursche selten nach Zause gehen, weilen der Obrist Marschall, swelcher auch Lacbolisch und sich des Paters anniint/H Satisfactionzugcbenversvrochen; Die Studenten aber antwor­teten, sie giengcn nicht nach Zause, sondern wolten sich bey dem Deren Rector einfinden, welches auch geschähe. Als sich der Tu­mult etwas legte, wurde der Pater von 16. biß 20. Mann Schloß- Soldaten nach Hause begleitet, welcher vor allen Studenten gar höflich dcntzutabnahine, sie aberschienen,wir i»*n dirdasGrüsi- . sin schon lernen, vu Scvcun! Weilen nun die Soldaten vorder« Zause sind stehen geblieben, und nur noch etliche wenige Pursche da waren, wurde es alles gantz stille, und diß wahrete von 10. biß n. Uhr Vormittags.

Endlich schrieben dicSMdenten an das schwartze Bret, Nach­mittags mn 2. Uhr solle sich cm jeder lraver Pursche einfindem biß geschähe, und ward innerhalb einer Viertel Stunde die gantze Strasse voll Studenten und andern, Pöbel, just da man anfiena in der Lutherischen Kirche die Vesperpredigr zu Leuten, fienqe» die Stude wen an zu stürmen, und schiniffen i n des Paters ^im­mer alle zeuiler ein. Endlich setzte der Obrist - Marschail die Wacht für des Paters Hauß und ließ den Lärmen stillen, wel­ches ihnen aber bic Studenten bald verwehret, in Ansehung, wer-