beordert seye, denen gefangenen Franzosen Geld auszuzahlen, so lange sie sich in diesem Königreich befinden werden. Da man sortfahrek, die Sachen bey der Marine auf baß allersorgfaltigste zu besorgen, und alles Nöthige sogleich und ohne Aufschub baar zu bezahlen, so hat die Negierung hieraus den Vortheil, alleNolhwerri§keiterr um guten Preis zu erhalten. Die den 6 Un dieses aus America eingegangene Briese berichten, daß die Groß-Britannische Schiffe ein Französisches hinweggenommen, welches Lebeus-Norh- wendigkeiten an Boord gehabt, uno dieselbcnach Louisburg bringen wollen, solches seye auch ei» nein andern :Frauzösischeu Schiffe widerfahren, welches von Canada mit wichtigen Briefschaften nach Frankreich seglen wollen z diese ber-de Schiffe habe inan nach Hallifap geschickt. Man hat zugleich mit dieser Gelegenheit vernommen, daß der Odrist Dunbar sich in den Marsch geschet, um zu dem Herrn General Schirley zu Possen. Weil bishero verschiedene Vormünder die ihnen anvertraute Kinder und andere unmündige Personen, um ihr V-rmögen an sich zu ziehen, für rasend oder mondsüchtig ausgcgeben, und unter r diesem Vorwand in die Tvllhauser lieferten; So hat sich hier eine Gesellschast versammlet, welche ihre Kräfte zu Abschaffung dieses Unwesens anwenden will. Unser Heerings-Fang ist rum Theil glücklich, zum Theil aber- auch unglücklich gewesen. Bey der Insu! Man war er sehr glücklich, an andern Gegenden aber war wegen dessturmi- schen Wetters nicht viel zu tim, und man litte bloß an Netzen 1000. Pfund Sterling Schaden , welches Unglück die Holländer noch starker betroffen hat.
Nieder-Rhein -Strem, den 7. Ock.
,Alle Briefe, welche man auB Frankreich erhalt, versichern, daß in verschiedenen See-Hä- ven mit allcnr Eifer gearbeitet werde, um eine gar beträchtliche Flotte in die See zu stellen. Zu Rochefort würoe» 24. Schiffe von der Linie ausgerüstet, zu Toulon ir., und vier habe mau zu Genua erkauft. Neben diesem ist der Herr du Bois de la Mothe, mit sieben Schiffen wieder zu Brest angelanget, und der Herr du Guay hat zwölf dergleichen unter seinem Commanvo. Diese ansehnliche Flotte solle, dem Vernehmeir nach, bestimmet seyn, eine Landung in eures der Groß-Britannischen Königreichenzu thun, die Anstalten dazu wärerl auch'schon dergestalren gut vorgekehret, daß man sich einen glücklichen Er
folg verspreche. In Engefand ist man aber' dm Segen auffer' aller Gefahr, und gänzlich überzeuget, daß die Englische See - Macht der Französischen weit überlegen, wie dann ausser bene» Kriegs-Schiffen und Cüsten-Bewahrern, in denen Dunes und zu PortsmvLth ausgerüstete Flotten stehen, welche sich leicht vereinigen können, und wovon der Admiral Anson das Eommando übernehmen wird, um sich denen Französischen Unternehmungen, wo sich jedieselbeir dergleichen Uilterstehen wurden, zu wibersetzeu.
Paris, den.o.Oct.
Künftigen Montag werden Ihro Majestät, die Komgm, fammt den Königlichen Priuzeßin- nen, und Mittwochs Ihro Majestät, der König, r» Versailles erwartet. Sonntags wurde, bey dem Aufsteyeu des Königs, der Ritter von Lautrer, Obrist-Lieutenant der Carabirriers, mit emcjit Schlag - Fluß dergestalt überfallen, daß er in einer Minuten sogleich den Geist au gäbe. Der Leichnam des Fürsten von Dombes i|t nach Elixabgesühret worden, allwo derselbe beygesetzet weroeir solle. Seit kurze!» sind wieder zwei) reichbeladene Schiffe, welche.der Indianhchen Compagnie gehören, zu Orient angelanget. Abgewichene Woche hat cin junger Mensch seine Mutter, welche ihm, auf dessen Begehren, kein Geld geben wollen, unmenschlicher Weise ermordet, ein Schneider- Jung und eine Frau kam u eben dazu, unv wollen die Thal verwehren, der erste wurde aber von dem Mörder gefährlich verwundet, und die letzte empstenge auch einen Stich in die Hand. Dieser Unmensch ist sogleich in das Gesängniß gebracht worden, allwo er seine verdiente Strafe erwartet. An dein letztver- wichenen Franciftl-Fest, wurde von dem Herrn Erz - Bischoffen der Gottesdienst in der Kirche St. Medard untersaget, wodurch die Pfarr- Genoffeir sehr geärgert winden; die Sache ward dem Parlament hmterbracht, unv wird man dessen Entschluß mit elftflem zu vernehmen haben.
Amsterdam, denio.Oct.
Daß der Spanische Hof den Schluß gefasset, in künftigem Monat May eine Flotte von u. Kauffarbey-Schiffen, unter Bedeckung r. Kriegs- Schiffen unv einer Fregatte, nach America abzu- schicken, ist ein gewisses Zeichen, daß diese Crone an dem Krieg, im Fall solcher zwischeuFrankreich und Engelanv ausbrechen softe, nicht den gering- sienAnkheil nehmen werdet