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Anno 1755

Montags, dm 20. oaobr.. No,167.

In Frankfurt am Mayn.

Wien-denn..Ott.

^OAAkAchdeme. der Herr Feld-Marschall, Graf von Neuperg Ett'ellenz, zürn- Hof-- Kriegs-Raths- Vice- Präsidenten er­nennet,. so sind numHvchgedacht-Die- selbe am- Mittwochen diesem- hochlöblichen Di- casterio vorgesiellet worden,, und haben angesim- grn den Rath z» frequenlirenr Arffonsteir ist zu. vernehmen'gestanden, daß von denen drey Tür­ken,- durch welche zu Gran der Türkischen-Herrn GesandttmSchatzmeister,. erstochen worden, und hierauf die Tliater durchgegangen,- einer, davon erwischet-, und nach Constantiuopel mitgeschlep- perworden;: ob aber die zwey andere sich weiters werden saiviren können, stehet zu- erwarten. Hochgedachter Türkische Herr Gesandte seye an­fangs in dem Wahn gestanden^als ob die Thal von unfern Leuten geschehen wäre,, dervwegen- Satisfaction verlanget;, nach klarer. Remvnstri rung aber- sind dieselbe, im Friede weiters abgc-- fahren..

. Constantinvpel, den 4-Sept:.

Der bereits verfallene Tribut von 18, Mil­lionen ,, so in dencn-Stadten des Reichs sind ge­hoben worden,, ist den rssten-vorigen-Monats,. hier angelanget. Man har daraus die Janit- scharen- Cammer bezahlet,, welche' zeichero ganz. ruhig.geblieben.

Ostende, den 16'- Septt- Ms Dünkirchen vernimmt man,'daß die En-' gelandet' fortkahren,- anf die Schiffe, zu kreutzen,- Vie in dasigem Häven einzulaufen bestisseusind». Die Franzosen glauben',, wenn die Werker zn ge­dachtem Dünkirchen- iir ihren ehemaligen Stande.' würden gekommen-seyn,- sie-alsdann mit' ihrer' See-Macht-viel würden-ausrichten können,. in--

dem ein kleines Französisches Geschwader aus Dünkirchen den Engeländern vieles könnte zu schaffen machen, in dem die Französische Schiffe alsdann bis in die Themse sich wagen könnten. Aus. EhcrHoury, einer Stadt- in der Normandie, har man Nachricht, erhalten, daß >6. Französi­sche Kanffardev-Schiffe,, den i sten dieses einem EnglischeuKriegs Schiffvon so Eanonen,. auf Dev Höhe des Capo Barfleur, des DLorgens um 7. Uhr, begegnet/ da dann dieses Englische K-riegs-Schiff den Französischen verschiedene Lasen gegeben, und dieselbe bis. in die Bay von Brettevule , ändert« halbe Meilen von Cherboury liegend,- verfolget. Hierbey wäre der Capitain Mauritius Dlanvin genöwigel worden, sein Schiffzu verlassen, nach­dem-es durch die-Englrsche Eanonen garvieleser- litten, und einige feiner Leute getvdtet worden. Des Nachmittags,.urn Uhr, hatte das Eng­lische Kriegs-Schiff feineChalouppeausgeschickt, um sich-diefs Schisses zu. bemächtigen, welches arlch geschehen, und ftye diese Hinweguehmrrng im Gesichte der Cüste geschehen, welches dann einen- grossen Lermen verursachet, und jederman habe zu. denen Waffen gegriffen, allein das Feuer aus denen Mvusquetcn konnte die Engelander nicht erreichen, und alsochieftlbiae nicht hindern, dieses Französische Schiff hinweg zu nehmen, und zwar zu einer solchen Zeit, da es eben scheitern wolleindessen, bekamen die übrige Französische Schiffe.Gelegenheit, sich zu retten, und langten glücklich' in dem Haven zu Cherboury an. Seit dieser Zeit werdemalle Batterien, welche-vor­mals. an-den- stemm- derNormaudie aufge- bauet waren,- indessen aber ausser Stand kom­men, wieder aufgedautt,. welches auf Befehl des Herrn Grafen von Raymond geschiehet, wel­cher inEherbouryCommandant ist.