Versuch,und Reinigung ) wie lange sie auch währen möchte/ in derGelassn-" heit auöstehen; und so er fäit/wird ihn der Geist Christi/ so ihn einmal durch die Udergab ergrtffen/zu seinem Verderben nicht liegen lassen/ sondern wieder -j aufrichten/und hernach desto hurtiger zulauffen antreiben / und solches alles i gereichet nicht zu des Menschen Schaden/sondern vielmehr zur Beförderung) feinerSeeligkeit/und des mnern geistlichen Lebens undVereinigunKMitGott.;

Es ist ohnmögltch mit Gott ohne den pMven Weg wieder vereiniget zu­werden/ und zu der vollkommenen Sabbathö-Ruhe zugeiangew; Obstl- ches gleich durch straucheln und fallen gesthrcht/st muß es doch ein­mal gewaget/der gelassene weg betreten/ und in dem willen Got-. tes gelebet styn. So sich aber die Kinder vor demfallen fürchten/und im­mer sitzen bletben/so werden sie nimmer starcke Beine bekommen/und zum ge- rade gehen und lausten gelangen r Und so einer seinen Feind und den Verlust fürchtet/und nicht in Streit ztehet/wird er nimmeretntgenSteg erhalten/und ein Überwinder geheissen werden / noch dte Sieges,Crone und Beute davon tragen. In allem was man lernet/muß erst Lehr-Geld und etwas zum Ver­derben gegeben werden: Also auch/wollen wir Chrtstsliebes Leben haben? So müssen wir unser altes Adamisches Leben dran fetzen: Wollen wir lernen in und nach dem Willen Gottes lausten/ und mit Paulo die Crone derGe- rechtigkeit doch aus Genaden davon tragen ? So müssen wir in unserm eigen ' Willen erst offr faüen/und durch dieses Fallen und Straucheln eben/ werden die Kinder klug/behutsam/und geben genaue Acht auf die Bewegung desGel- stes und Wesens Christi in ihnen/ und lernen ihr eigen Würcken dadurch sie ) faüen/und Christi Würcken dadurch sie stehen wohl unterscheiden.

Wann nun der Mensch eine Zettlang in diesem Zustande und in dem We­ge der edlen Gelassen fortgegangen ist/so wird er chm leicht/ er lernet die star­cke Speifevertragen/und da er sich vorhero sehr zwingen muste von sich selbst ab/und zu GOtt in sich zukehren / jö ziehet ihn nun der Geist Gottes ohn Un-^ rerlaß zu dem himmlischen und innerlichen Gespräch Gottes. Eine solche Seeleachtet allesgieich/der HErr gebe oder nehme ihr/ der HErr führe sie bald oder langsam durch das finstere Todes-Thal sie ist nichtsundwrll nichts / und gilt ihr gleiche viel / es scheine die Sonne der Gnaden aus det- ^ Licht Welt in sie/oder es blitze und donnere aus dem Himmel derGerechtlg-- H kett, Wird was gutes in der übergebenenSeeledurch den GeistChrtftige- R wuccket/so nimmt sie sich dcffelbtgen in Eigenheit nicht an/ sondern leger eszu den Füssen Chrtstt/als nichts davon wissend / in Gelassenheit wieder nieder: 7 Poltert der Saran im Fleisch und Blut/als in seinem Polterhauffe/ so sicher

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