Slärcke des Geistes zur Hut und Wehr vor einander bekommen und bewahren, in solchem Liebes-Umgang mit den verborgenen Kräfften alle fremde Geister fliehen, ja mit der unverrückten innigen Zukchr zu GOtt immer naher sowol 512 eigener Vollbereitung, als auch seines Wercks Ausbreitung, kommen, und gemeinsam durchbrechen zum Licht und Sieg des kampffenden Glaubens.
Da trifft man einander immerauf dem innern Grund und Boden im Geist gewiß an : man fasset und grüsset einander: man redet und schweiget: man wircket und leidet dieWirckungen: man ziehet und wirdlgezogen und getragen: eines nimmt Thei! an des andern Leiden, Schwachheit und Starcke, nach dermanchfalrigen Oilpolirion der Seelen, und geneußr dadurch der krafftigen.Handreichung im Geist, durch die bo- hepriesterliche Fürbitte JEsu Christi in der Gemeinschafft des H. Geistes. Da erfahret man, wie der gantze Leib Christi, die grose Gemeine und unsichtbare Kirche, durch allerGelencke Handreichung nach der Einwirckung eines ieglichen Glieds in seiner Maß den Wachsthum des Leibes vollbringt zu sein selbst Auferbauung in der Liebe. Eph.4.
Man bindet aber hierinneneinander nicht aufeine gesetzliche Weise, begehretauch damit keine gesetzliche Lasten aufzulegen. Dann wo der Geist des HErrn ist, da ist Freyheit; und iedes Glied beobachtet und kaufet aus diese Stunden nach der Gelegenheit die die gute Hand GOttes darreichet. Dann alle Stunden bleiben nichtsdestoweniger darneben dem HErrn geheiliget, ihn anzubeten in seinem Heiligthum, da die Thore Jerusalems Tag und Nacht offen stehen.
Und in dieser geheimen sreyen und ungeformten!>ock-rät finden sich Seelen von allerley Gattung der Religion, Standes und Berufs, diePhiladelphischgcsinnet find, und die geheimen Wege erwählet und geschmäcket haben.
Begehret iemand das Register der Namen solcher verbundenen Glieder und Freunde zu sehen, der wisse, daß sie in dem Buch des Lebens geschrieben sind, mit ihren rechten Namen, den niemand kennet als der ihn empfähet. Wie man dann von Formen und Aufzügen (welche aufblahen, trennen, und fälschlich trösten,-nichts weiß, und das Reich GOttes so nicht stichet noch erwartet. Dann cs ist inwendig in uns. Der GeistJEsu rufet und berufet durchs Evangelium seine Glieder. Er sammlet, heiliget uyd erhalt sie bey Christo im rechtest einigen Glauben: und indieserChri- stenheit vergib?er selbst allen Gläubigen alle Sünden reichlich und täglich, undstärcket sie durch sein Wort und Geist bis an ihr seliges Ende. So viel nun ein ieder der züchtigenden Gnade treu ist, und allen Anforderungen seines Gewissens und der Lehre des Geistes Folge leistet; soviel hat er Theil am Leibe Christi, und wird vom Haupt regiret und belebet, und stehet in wircklichem Genuß und Kommunion aller himmlischen Gnaden-Gaben, Kräfften und Güter.
Nun so müsse dann aufs neue eine Friedens-und Liebes - ja Buß - und Glaubens-Posaune in dem Inwendigen der Seelen die nach G Ott hungern erschallen, sie aufzuwecken, daß sie vor die bisherigen Schwerdrer die Rauchpfannen ergreiffen, einander mit kindlicher Liebe umfassen, und mit heissem Flehen in genauer Alliantz und Verbindung das Gnaden-Geschässt aufs neue angreiffen, da der Abend derZeiten und unseres Lebens da ist!