s sind theure, m der Natur derer Dingen, in der Heil. Schrift,
Vernunft und täglicher Erfahrung gegründete Wahrheiten:
Was der Mensch säet, das wird er ernden; Gottesfurcht ist zu allen Dingen nutz, und hat die Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens; Ein seliges Leben bringt seliges Sterben. Hievon sind von Gottseligen Männern viele Exempel ausgezeichnet, welche zur allgemeinen Erbauung und Aufmunterung zu einem heiligen Leben dienen sollen; und nachdem GOtt auch meinem Hause durch ein herrliches Beyspiel Heyl widerfahren lassen, achte mich dazu verbunden bey dieser Gelegenheit solches gemein zu machen, in Hoffnung, daß diese Arbeit an manchen Seelen werde gesegnet seyn.
Meinesel. Frau war in diese jammervolle Welt gekommen als ein Kind guter Art, mit einer aufrichtigen und wohlgesetzten Seele, welche unter Göttlicher Aufsicht und durch die liebreiche und ernsthaffte Auferziehung Ihrer werthesten Eltern bewahret wurde, und darauf zu einem unbefleckten Leben gelangete, zur Ehre Gottes und Freude derer die mit Ihr um- giengen. Es zeigte sich dieses in Ihrer grossen Ehrfurcht gegen GOtt, in hertzlicher Liebe gegen Ähre Eltern, in Beweisung alles Guten gegen jedermann, und überhaupt in Ihrem ordentlichen, stillen und eingezogenen Lebenswandel, woraus die wahre Besitzung eines ewigen Gutes, welches die vergängliche Welt nicht geben kan, und dieselbe mit aller ihrer Lust geringschätzig macht, hervorleuchtete. Gleichwie solches nun Ihr Theil und Dorther! war in denen Kinder^Jahren; so bliebe es Ihr auch bey in denen mannbaren: Wie denn gantz ohnstreitig ist, daß, wer GOtt einmahl in der That und Wahrheit gesehen und geschmecket hat, sich von Ihm nicht wiederabbringen lasset, weilen die Mittheilung Seiner Vollkommenheiten,