ler des Erziehungs,Instituts, welches Herr Lecomte dahier errichtet hat, dem Herrn Marre ihres Stadtviertels 200 Fr. zur Unterstützung der Armen rugestellt.

_ Die hiesige philantropische Gesellschaft hat in sieben Quartiere der Hauptstadt eben jo viele Küchen zur Verfertigung Rumsortischer Stippe für die Armen und Nothleidenden einrichten lasten, aus welchen täglich eine große Anzahl nur hinlänglichen Portionen versehen wird.

A u Weihnachrsrage haben sich sämmtlrche zu Paris befindliche Savoyarden versammelt und wurden sodann in die St. Rochus Pfarrkirche ge/ führt, wo sie ^rm Kirchengebrauche gemäß 3 West sen anhörten. Hierauf hielt ein Geistlicher in ihr rer Sprache eine Predigt. Während den Messen wurde für die kleinen Savoyarden eine Sammlung gemacht, die sehr reichlich ausfiet. Die Zahl der sammtlichen Savoyarden belief sich auf 3l5, un» ter denen sich 75 befanden, die über 60 Jahre alt, waren, 111 von 40 bis 60 Jahren und 129 un, rerhalb 40 Jahren. Unter der ietzrern Klasse be, befanden sich 7 ganz kleine Savoyarden.

Man hat den beiden Kammern eine offizielle Mittheilung von der dermaligen Bevölkerung Frankr reichs vorgelegt, welche sich gegenwärtig, Korsika und eie Kolonien abgerechnet, auf23 Mill. 3i3,04i Seelen beläuft. .

Der Präsident des Vereins gegen die See,

Z auber, Sir Sidney Smith, har drn Mitgliedern desselben die offizielle Nachricht mitgerheilt, daß sich dermalen in sammtlichen Barbaresken Staaten kern einziger Christensklave mehr befinde, daß man dres unmittelbar dem Stege des Admirals Epmourh und der Geschicklichkeit des Conrreadmirals Penrole zu verdarben habe. Der H?'-r Präsident ladet auf den

von Corvetto; den Kanzler von Frankreich, Grafen von Ambray; den ruffischen Prinzen Gortschakoff, vvrmats K»regsminifter Sr. Maj.

TZnc'oh" onsig17 preußischen Ge,

neral, Freiherrn von'ssll'ng von Berlin.

Zu Marseille kömmt vieles Getraide aus Egypten an, und es befindet sich daselbst ein Ge, schäftsrrä'ger des ag.,. rischen Deys, welcher das an, kommende Getraide h Empfang nimmt und ver, kauft. Der dort be,Gliche Gesandte der hohen Pforte, Herr Manos, har nunmehr seine Quaran, mine abgehalten, und schickt sich an, nach Paris rbzureifen.

* Münster, vom 18 . Deeember.

Der Oberpräsident. von Westphalen, Freiherr von Vinck, geht nach Cölln zu einer Conferen; ab, die dort von dem königl wirklichen Geheimen, Rath und Jmmediat.'Commiffarius von Klewitzund den übrigen Oberprästdenten der Rhein-Provinzen wegen der Getraide-Uruerstützung gehalten wird.

. Nach den neuesten Nachrichten waren die Ostseeischen Getreide,Hülfstransportebereits sammt, lich geladen und einige schon vor einem Monat in See gegangen, so daß ste noch während des Win, ters, spätestens aber im Frühjahr, zu ihrer Be, stimmung eintreffen können. Eine ganz unent, geldliche Vertheilung dieses Getreides wird nicht statt finden; es wird indessen den Hülfsbedürftigen zu'einem so mäßigen Preise überta en werden, daß dadurch die beabsichtigte Erleichterung gewährt wird.

Das hiesige geistliche General,Vicariat hat unlängst in einem öffentlichen Erlaß sich bestinrmt gegen die unbedingte Zuläßigkeit der Bibetgesell, schäften erklärt.

München vom 27. Dezember.

Vorgestern sind Se. königt. Hoh. der Kronprinz im erwünschtesten Wohlfeyn von Würzburg hier eingetroffen.

js

Heute haben Ihre- Maj. o. gleitung Sr. königl. Hobelt des Kronprinzen uuv der zwei jüngsten königl. Prinzesiuuren iloutse und Karoline kk. HH. dre Reise nach W-en angetreren.

Stuttgart, vom 26. Dezember.

Am bevorstehenden Neujahrstage wird, wie ge, wohnlich, das Gedächtnis' der Annahme der, nigswürde gefeiert werden.

Es geschieht dieses nach den dießfalls früher bestandenen und beibehalrenen Verordnungen in Stuttgart auf nachstehende Weise:

Morgens um 3 Uhr erfolgen in angemessenen Zwischenräumen 50 Kanonenschüsse; zu gleicher Zeit wird mit allen Glocken der Residenz geläutet.

Um 10 Uhr ist Gottesdienst in der königlichen Schloßkirche; nach der Predigr wird dasHerr Gott l Dich loben wir^ unter Abseuerung von 25 Kanonenschüssen und drm Lauten aller Glocken ab,

Frankfurt, vom 29. Dezember. Protokoll der deutschen Bundesversammlung.

Dreizehnte Sitzung.

(Fortsetzung.)

§. 55.

Competenz der Bundes Versammlung.

Präsidium: sey bereit, dre kaiserl. Vster, rrichische Abstimmung über die in der fünften Sitzung angeregte Frage wegen der Competenz der Bundesversammlung abzutegen.

Oesterreich. Die in der fünften Sitzung zu Protokoll genommene Abstimmung der königl. vaie, rischen Gesandtschaft, über die Comperenz des deutschen Bundestags zur Erledigung der mehreren bei demselben angebrachten Vorstellungen und Ge, suche, ist ein schätzbarer Beweis des Swebens nach den allerdings nothwendigen ergänzenden Be, stimmungen der nur in den Hauptgrundzügen fest, gesetzten deutschen Byndesukre. ,

gehört biefe ßvcsge zu denjen^N, welche nach ben' '««t. -io. *<e orga,

ur's-pcn mnern Bundesverhältnisse berk-rssen, so wie zu den im Art. ii. nur ungeheureren Bcstim, mungen.

Schon in dem abgelegten Präsidialvortraae ward bemerkt, daß die zwer Arrrkel dem Burschen Bunde die Hauptgrundlage aewäbren. Die We, senheit eines durch ein Narionaldand vereinten Staarenbundes, die im Art. 2 ausgesprochenen Bundeszwecke , ferner die ausdrücklichen Aure, gungen im Art. n. und endlich die in der Ab, strmmung des großherzoglich oldenburgischen Herrn Gesandten bemerkten, bereits getroffenen posi-iven Bestimmungen; diese nicht zu trennenden, sondern vereinten vier Rücksichten werden uns bei der Be, arbeuung der Art. 10. und ii. der Dundesakte zum Leitfaden dienen müssen. Bei einem solchen Anhaltspunkte können wir eines Resultates ge« wiß feyn, so wie es der wesentlichen Grundlage der Bundesakre und den Bedürfnissen der Zeit entsprechend feyn wird.

B^ir alle erkennen aber unter diesen Umständen das hohe Gewicht und die Vielseitigkeit dieses Ge, genstandes. Eben daher ist ruhige reife Beratung nothwendig, und freie gegenseitige Auswechslung der etwa verschiedenen Ansichten in unfern ver, ' traulicher: Besprechungen, zweckführend. Die Er, fahrung, wie der königl. hannövrische Herr Ge, sandte sehr einsichtsvoll bemerkt, wird die noch, wendig zu befriedigenden Bedürfnisse am richtigsten angeben, und mehrere einzelne, unserer Verhand, lung unterzogene verschiedenartige Berathunqsfälle, werden uns zugleich jene praktische anschauliche Kenntniß der zu erreichenden und erreichbaren Zwecke, so wie der dazu geeigneten Mittöl gewähren.

Um also diesen äußerst wichtigen Verachungs, gegenständ nicht durch eine Schlußfassung zu über, eilen, jedoch vorzubereiten, zugleich aber die, Ein zelnen schuldige, gerechte Berücksichtigung ihrer

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