Sondershausen, den Rothen Adler-Orden vierter Klasse zu verleihen;

Den Staatsanwalt Dästerberg in Wesel zum Director des Kreisgerichts in Iserlohn; sowie

Den Regierungs-Assessor Arthur v. Breiten­bauch, Mitbesitzer des Ritterguts Burg Ranis, zum Landrathe des Kreises Ziegenrück zu ernennen; und Dem Geh. Registrator Sauer zu Berlin den Cha­rakter als Kanzleirath zu verleihen.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst ge­ruht, zur Anlegung des dem Obersten v. Karczewski, Abtheilungs - Chef im Kriegs - Ministerium, von des Königs von Sachsen Majestät verliehenen Komthur- Krcuzes erster Klaffe des Albrechts - Ordens und des dem Major Darapsky, Abtheilungs-Commandeur in der 9. Artillerie-Brigade, von des GroßberzogS von Baden Königlicher Hoheit verliehenen Ritterkreuzes erster Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen Aller­höchstere Genehmigung zu ertheilen.

im Der General - Major Keller, Commandeur der großherzoglich badischen 3. Infanterie-Brigade, der Oberst Bauer, Commandeur des grohherzoglich badischen 6. Infanterie-Regiments, der Oberst-Lieutenant Sachs, Commandeur des großherzoglich badischen 5. Infanterie- Regiments, und dex Hauvtmann Flachsland vom groß­herzoglich badsschen (1.) Leib- Grenadier-Regiment sind am 1. d. M. von, Carlsruhe hier angekommen, um den diesjährigen Frrtbjahrs-Uebungen des Garde-Corps bei- zuwohncn. Voraussichtlich werden die Offiziere bis zum Schluß dieses Monats hier anwesend sein.

nn Der General-Major und Jnspecteur der Ge­wehrfabriken, Wolff, hat in Begleitung seines Adjutan­ten, des Hauptmanns Gerhardt, ä la suite des 8. Pom- merschen Infanterie-Regiments Nr. 61, eine Dienstreise nach der Rheinprovinz und Thüringen angetreten.

Dem Civil - Ingenieur Ewald Bellingrath aus Barmen ist unter dem 30. Avril 1868 ein Patent auf eine durch Zeichnung und Beschreibung nachge­wiesene Mäh-Maschine, ohne Jemand in der Anwen­dung bekannter Theile zu beschränken, auf fünf Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang des preußischen Staats ertheilt worden.

Der Oberst und Commandeur des Wests. Füs. Regts. Nr. 37, von Below. ist mit Urlaub von Posen hier cingetroffen.

uu Der Oberstlieutenant z. D. und Bezirks-Com- mandeur des 1. Bataillons (Görlitz) 1. Garde-Grena- dier-Landwehr-Regiments, v. Trützschler und Falken­stein, ist mit Urlaub von Görlitz hier eingetroffen.

DerStaatsanzeiger" publicirt: 1. eine allge­meine Verfügung vom 20. April -868, betreffend die Einholung von Gutachten der technischen Deputation für Gewerbe; 2. einen Allerhöchsten Erlaß vom 28. März 1868, betreffend die Verleihung der fiscalischen Vorrechte für den Bau und die Unterhaltung einer Chaussee im Kreise Sensburg, Regierungsbezirk Gum­binnen , von Seehesten an der Senöburg ^ Rößeler Staatsstraße, nach der Rastenburger Kreisgrenze in der Richtung aufRastenbura; 3. ein Allerh.Privilegiumwegen Ausfertigung auf den Inhaber lautender Kreis-Obliga­tionen des Sensburger Kreises im Betrage von 42,000 Thalern II. Emission; 4. einen Allerhöchsten Erlaß vom 30. März 1868, betreffend die Verleihung der fis­calischen Vorrechte für den Bau und die Unterhaltung mehrerer Chausseen im Kreise BraunSberg, im Regie­rungsbezirk Königsberg; 5. ein Allerhöchstes Privilegium wegen Ausfertigung auf den Inhaber lautender Kreis- Obligationen des Braunsberger Kreises im Betrage von 150,000 Thalern, vom 30. März 1868.

nn Der Major Haack ä la suite des 1. Leib-Hu­saren - Regiments Nr. 1 und Präses der Remont« - An­kaufs-Commission für die östlichen Provinzen ist zum Remontirungsgeschäft nach Litthauen abgereist.

nn Der ^ kaiserlich russische Oberst Andrejanoff, Chef der Livländischen Gouvernements-Gendärmen-Ver- waltung, ist von Rußland hier angekommen und in Schlösser's Hotel abgestiegen.

lich Kartoffeln vertheilt und darüber gevM dieselbe auch wirklich ihrer Bestimmung wandt wurde. Um Zeit für die Bestellung g» deS zu gewinnen, pausirten die öffentlichen E , eine Zeit lang, sie find jetzt aber wieder W 1 » ^ Angriff genommen. Die Saaten stehen E., bekommen wir einen trocknen Mai, so daß diePU linger zur Buchweizen-Aussaat ihre Moore brel> können, so sind die Aussichten durchaus gunW- dauerndes Andenken an die Noth wird der ling gute und bequeme Wege haben. Den^ gliedern des Unterstützungs - Comite's, so M königl. Behörden gebührt für ihre Umsicht^ u aufopfernde Thätigkeit Dank und Anerkennung.

x Wiesbaden, 27. April. (LüyneMc Zeitungs-Correspondenzen.) In einer die so sehr über Geschäftsstockung und MvW klagt, wie die gegenwärtige, ist es gewiß von WMg' keit, auf neu entstehende Industriezweige, dle w" Mann nähren, hinzuweisen. Als einen solchen M- neu wir die Fabrikation von Schmerzensschreien be­zeichnen, die auch von hier aus schwunghaft bemevm wird, obgleich sich bis jetzt erst Eine PersönliW damit umfassend beschäftigt. Es ist dies ein Lckrai aus dem Fuldaischen, der früher bei dem seligen Bundestage lohnende Beschäftigung fand und M dem gewaltsamen Tode desselben um sein Brod km So etwas verschmerzt sich begreiflicherweise rnchi

nn Unter Führung des Premier - Lieutenants Foertsch vom Brandenburgischen Festungs - Artillerie- Regiment Nr. 3 iFeldzeugmeister) traf am Sonnabend ein circa 120 Mann starker Reserve-Transport desselben Regiments von Mainz hier ein und gelangten die Mannschaften noch an demselben Tage hier zur Ent­lassung.

leicht und besagter Literat ist denn auch ein fanatz scher Preußenhaffer und wie darunter de« Preußenfressern üblich geworden ein ,Mer Demokrat geworden. Aus dieser Gesinnung hat er sich eine ganz anständige Erwerbsquelle versM'- Von Frankfurt ausgewiesen, zog er nach

^Venedig, wo er den Feierlichkeiten für die Atzung der Leiche Manin's beiwohnte, geistes- si« geworden ist. Derselbe fand zunächst m wa Anstalt in Rouen Aufnahme. Sein Zu M hat stch aber fe«e Freunde Un.

nun derartig gebesfert, daß eme baldige völlige Genesung

c. der gestrigen Sitzung des gef etz gebe n- -L Körpers wurde der Gesetz-Entwurf über dte Miemug verschiedener Eingangszölle, nachdem die uugebrachten Amendements theils zurackgewre- sUtzylS zurückgezogen worden waren, mit lammt- w? (203) Stimmen

.««iv». angenommen. Diese Zoll- Werungen, die, wenn auch unbedeutend, einen Protektionistischen Charakter an sich tragen, vWen sich auf gefärbte, ungefponnene und gespon- verschiedener Gattungen, auf Olivenöl, Wlsches Baumwollengefpinnst, Zündhütchen für ^Mwchre, Sprenglunten, Feuerwerkstücke. Außer- vA bestätigt das neue Gesetz die schon durch ein taMches Dekret verordnete Aufhebung eines jeden Mlages auf Getreide und Mehl, die unter frem- br Flagge eingeführt werden. Die von Haentjens Mtragte Ausdehnung dieser Bestimmung auf die Muhr von Reis wird nicht genehmigt.

- Bis jetzt sind in der DiScufsion über die Interpellation von I. Brame 25 Redner gegen, und bei (A. Chevalier, Haentjens und Arman) für den Mischen Handelsvertsag eingeschrieben.

- DerMoniteur de l'Armee" freut sich dar- wer, daß all ver Lärm, den man vor einiger Zert Men Auflösung einiger Freischützen-Compagnien er- wbell hatte, und der nur durch politische Umtriebe

baden,' und seitdem^ schüdert in^ zahllosen, Zei- *Sg' «vif 1?*? jjL ^aw-«5 cI Ä,

nn Unter Führung des Premier-Lieutenants Gempp vom großherzoglich badischen 3. Infanterie-Regiment trafen dieser Tage eine größere Anzahl badischer Ca- detten und Aspiranten, behufs Aufnahme in das hie­sige CadettenhauS, hier ein.

v W vcu, uiw it-uceni mimxi erm Nan habe sich die Sache ruhig überlegt und ge-

tungs-Corrfvondenzen die schauerliche Weise, w e dre bfl§ die Jdpe, Schützengesellschaften zur Eroberer hwr Haufen sollen. DteFrankfurter ber G^zen und des heimathlichen

Die in der letzten Sitzung des Bundesraths des Norddeutschen Bundes erfolgte Präsidial - Vorlage, die Rechtsverhältnisse der Bundesbeamten betreffend, giebt allgemeine Vorschriften über das Dienstverhältniß der Bundesbeamten, mit der Anstellung beginnend und dann weiter gehend zur Frage der Versetzung in ein anderes Amt, der einstweiligen Verletzung in den Ruhestand, der Entlassung der auf Kündigung oder Widerruf angestellten Beamten, der Pensions-, Wartegelds- und Disciplinar - Verhältnisse rc. Ueber den speciellen In­halt vernimmt dieVossische Ztg." von unterrichteter Seite einiges Nähere. Stirbt ein Bundesbeamter, so erhält die ihn überlebende Wittwe noch das sogenannte Gnadenquartal; hat er eine Dienstwohnung inne gehabt, so kann dieselbe noch 2 Monate nach seinem Ableben von seiner Familie benutzt werden. Soll ein Bundes­beamter als Zeuge über dienstliche Angelegenheiten, oder als Sachverständiger vernommen werden, so bedarf es hierzu der voraängigen Genehmigung seiner Vorgesetz­ten Behörde. Die Zulässigkeit der gerichtlichen Verfol­gung eines Bundesbeamten wegen dienstlicher Hand- lungen oder Unterlassungen soll durch ein Specialgesetz geregelt werden, und 'sollen bis zum Erlasse desselben dafür diejenigen in der Gesetzgebung der einzelnen Bun­desstaaten enthaltenen Bestimmungen maßgebend sein, welche am dienstlichen Wohnsitz des Bundesbeamten für die Behandlung derselben Frage bezüglich der Staatsbeamten gelten. Wenn jedoch der Bundes- Beamte der dienstlichen Anordnung eines Vor­gesetzten Folge geleistet hat, so soll die Verant­wortung Liesen allein treffen. Was die Steuer- pflichtigkeit des Diensteinkommens der Bundesbeamten, die Zulässigkeit der Beschlagnahme ihrer Dienst­einkünfte, Wartegeldcr oder Pensionen!, sowie die Executionsvollstreckung gegen ihre Person oder ihr Ver­mögen betrifft, so sollen hinsichtlich dieser Punkte die­jenigen gesetzlichen Bestimmungen maßgebend sein, welche in dem Bundesstaate, wo der Bundesbeamte seinen Wohnsitz hat, für Staatsbeamte gelten. Wird ein Bundesbeamter auf Wagegeld gesetzt, so erhält er */<, seines Gehalts; beträgt letzteres nur 150 Lhaler, so erhält er dasselbe voll. Ein in den einstweiligen Ruhe­stand versetzter Bundesbeamter muß, bei Verlust des Wartegeldes, ein ihm wieder übertragenes Bundeö- Amt jederzeit annehmen. Die Pensionirung eines Bundes ° Beamten soll schon nach zehnjähriger Dienstzeit eintreten können. Erfolgt die Ver­setzung in den Ruhestand nach vollendetem 10., jedoch vor vollendetem 11. Dienstjahre, so soll die Pen­sion */ 8 pCt. des von dem Bundesbeamten zuletzt be­zogenen Gehalts betragen und von da ab soll die Pen­sion mit jedem weiter zurückgelegten Dienstjahre um 1 ! aa dieses Gehalts steigen. Ueber den Betrag von 6 /s pCt. hinaus soll jedoch eine Steigerung nicht statt­finden. Bei den servisberechtigten Militairbeamten soll der zuletzt bezogene Servis als ein Theil des Gebalts betrachtet und nach dieser Maßregel also auch die Pen­sion berechnet werden. Bet Stellen, deren Gehalt mehr als 4000 Thlr. beträgt, soll von dem überschießen- Len Betrage nur die Hälfte in Anrechnung gebracht werden. Den Bundeskanzler, den Präsidenten deS Bundeskanzleramtes rc. soll das Präsidium jederzeit zur Disposition stellen können.

Das neuesteJustiz-Ministerial-Blatt" enthält u. A. nachstehende Personalien: Dem Ober-Tribunals- Rath Dr. Schütz ist die nachgesuchte Dienstentlassung mit Pension vom 1. Juli ab ertheilt und zugleich der Rothe Adler-Orden dritter Klaffe mit der Schleife ver­liehen worden. Der Kreisger. - Rath Moormeifter in NeidenLurg Ist an das Kreisgcricht in Rogasen, mit der Function als Abtheilungs-Dirigent, der Kreisrichter Schulz in Festenberg an das Kreisgericht in Landes- but versetzt. Kreisgerichts-Rath Freiwald in Preußisch- Holland ist die nachgesuchte Dienstentlassung mit Pension vom 1. Mai d. I. ab bewilligt und zu­gleich der Rothe Adler - Orden vierter Klasse ver­liehen worden. Dem Kreisrichter v. Buchholtz in Mohrungen ist die nachgesuchte Entlassung auS dem Justizdienfte ertheilt. Der Gerichts - Assessor Hoefcr ist zum Kreisrichter bei dem Kreisgcricht in Sorau, mit der Function an der Gerichts-Deputation in Forst, er­nannt worden. Dem Staatsanwaltsgehülfen Bath in Anclam ist in Folge seiner Ernennung zum Universitäts- richter und Syndikus bei der Universität in Greifs­wald die Entlassung aus dem Justizdienfte ertheilt. Den Gerichts-Affefforen Brefeld in Hamm, Schmidt in Halle a. d. S. und Kranold in Breslau ist zum Zweck ihrer definitiven Uebernahme in die Eisenbahn-Ver­waltung die Entlassung auS dem Justizdienste ertheilt worden.

dasFranks. Journ.", dieZukunft", die -<> . - e .

Ztg." drucken diese Schmerzensschreie stets bereit-?^ tm Falle eines feindlichen Einfalls, zu er- willlg ab, obwohl sie regelmäßig den größten ' ru patriotisch und zu französi'ch fei, um

ttnn uno die unverschämtesten Lügen enthalten.^ alle Mißverständnisse und alle journallstrschen Worüber man sich aber wundern muß, das ist, daßLdrchungen zu verscheuchen. Bemahe überall, wo selbst die AugsburgerAllgemeine Zeitg." sich dazuMe Schutzeugesell chafteu bestanden oder m der bergrebt, dre preußenfresserischen Artikel dieses selben begriffen seren, habe man den Besümmun- Correspondenten aufzunehmen. So enthält Gesetzes vom 1. Februar 1868 sich unter-

gemeine Zeitung" heute wieder eine CorrefMdM

bereits

von ihrer aus der bezeichneten Feder, die von A bis Z j glaubwürdiger Seite ^Eerlen,daß

o Des Buß- und BettageS wegen wird diePro- vinzial-Eorrespondenz" in dieser Woche am Donnerstag, statt Mittwoch, erscheinen.

nn Heute Nachmittag 1 Uhr fand von der Leichen­halle deS Garnisonkirchbofes hinter der Hasenhaide aus auf diesem die Beerdigung der aus Tübingen hierher überführten Leiche des verstorbenen Generalmajors und Commandeurs der 10. Cavallerie-Brigade. v. Krosigk, mit militärischen Honneurs statt. Die Leichenparade bestand aus einer Escadron des 1. Garde-Dragoner- Regiments, dem der Verewigte seiner Zeit angehörte, einem Bataillon des Kaiser Franz Garde-Grenadier- Regiments Nr. 2 und drei Geschützen des Garde-Feld- Ariiüerie-Regiments, sämmtlich mit ihren resp. Regi- ments-Musikcorps, uud befehligt durch den General­major und Commandeur der 3. Garde - Cavallerie- Brigade Graf von Brandenburg II. Die Orden des Verstorbenen Rother Adler-Orden 3. Klasse mit der Schleife, Kronenorden 3. Klaffe, Dienstauszeich- nungökreuz rc. wurden durch den Regiments - Ad­jutanten des 1. Garde - Dragoner - Regiments dem Sarge, welcher letztere ebenfalls durch Avancirte des­selben Regiments von der Leichenhalle nach der Gruft befördert wurde, vorangetragen. Der Feierlichkeit wohnte eine zahlreiche Versammlung von Generalen und Offizieren der hiesigen Garnison bei.

wie gewöhnlich Unwahrheiten und Entstellungen ent­hält. Es wird darin die Fabel' erzählt, der Hem von Nassau sei fest entschlossen, alle seine BesihG mer zu verkaufen, eine Maßregel, die durch das Be­nehmen preußischer Militairs in dem Schloßgarte« und den Gewächshäusern zu Biberich chervorgetrete» sei. Das Eine hat so viel Grund wie das Anden Hätten sich wirklich jemals Militairs eines zu tadeln­den Benehmens schuldig gemacht, so hätte es genügt, dieselben einfach zur Anzeige zu bringen; es ist aber in der That niemals dergleichen vorgekommen. Da Herzog will denn auch in der Wirklichkeit nur sein? Biebricher Gewächshäuser verkaufen, weil ihre Unter­haltung ihm zu viel Geld kostet, während er selbst keinen Genuß davon hat, da er seinen Aufenthalt nicht mehr in Biebrich nehmen will. Das Letztere soll der Herzog deswegen nicht mehr über sich ge- winnen können, weil eine Clausel in dem von der Krone Preußen mit ihm abgeschlossenen Vertrage ihm auflegt, den Park des Biebricher Schlosses stets für das Publicum geöffnet zu halten. Dieser präch­tige Park zieht jährlich viele Tausende von Be­suchern an und es wäre demnach ein harter Schlag für das Städtchen, wenn er den Fremden nicht raebr zugänglich wäre. Im Jahre 1866 hatte ihn die Herzogin schließen laffen; er wurde von den preußi- schen Behörden wieder geöffnet und man kann sich leicht denken, daß er nach Abschluß des Vertrags mit dem Herzoge sofort wieder geschloffen worden wäre, wenn nicht eigens in dieser Voraussicht die erwähnte Clausel im Jntereffe der Stadt Biebrich von Seiten Preußens gemacht worden wäre Biebrich kann somit seinensocialen Verkehr" wie der weife Correspondent sagt, nicht per-' lieren, wenn ihm auch durch den Verkauf der am Parke stehenden Gewächshäuser vielleicht Schade»

pvVn.'*i4\fo>t* vmvk öä SLJ-C- oa-r>rn t .

erwachsen wird. Daß es aber diese Beschädim^ selbst verschuldet habe, Ist eben auch wieher ffi?

denn es ist nicht wahr, daß, wie es in derAllge. meinen Zeitung" heißt, die Biebricher seiner Zeit nicht einmal dem Herzoge die Gemeindkjagd ver­pachtet, und ihren Wohlthäter so indirect gezwungen haben, auf diese Annehmlichkeit zu verzickten. Im Gegentheile: als die Biebricher Gemeindkjagd ver­pachtet wurde, trat ^ m

fcte Schüßen ° Gesellschaften von Ars an der Mosel, ,Colmar,^Hagenau, Toul und Verdun dem Vorgänge der Schützen von Nancy und Frouard folgen und den lebenden, militairisch oraanisirten Wall ver­größern werden, auf den der Feind an der Grenze stoßen würde, wenn er je daran denken sollte, sie zu überschreiten." DerMoniteur de l'Armee" er­teilt nochmals die Versicherung, daß die Regierung niemals daran gedacht habe, diese Gesellschaften militairisiren zu wollen.

- DerFigaro" veröffentlicht ein Schreiben, das, wie er versichert, Guizot an einen Freund gerichtet hat, um eine ihm angetragene Candidatur für den gesetzgebenden Körper abzulehnen. Dasselbe lautet:Mein Herr! Ich bin außerhalb des politi- schen Kampfplatzes und entschlossen, denselben nicht mehr zu betreten. Wie Sie und Ihre Freunde über­zeugt, daß unser Vaterland unabhängiger und zu einer wirksamen Handhabung der freien Regierung entschlossener Deputirten bedarf, glaube ich, daß es über diese oder jene besondre Frage gleichzeitig das Recht und die Pflicht der von der Regierung unab- hängigsten Deputirten ist, ihre Unabhängigkeit auch dem Publikum gegenüber zu wahren. Und da ich nicht die Gewohnheit habe, meine Gedanken nicht grade heraus zu sagen, so füge ich bei, daß über einige der von Ihnen angedeuteten Fragen meine Ansicht, wenn ich überhaupt Ihnen einen Rath zu geben hätte, nicht in vollkommner Uebereinstimmung mit der Ihrigen sein dürste. Ich beschränke mich also darauf, Ihnen in allgemeiner Weise zu antworten und mit Ihnen zu wünschen, daß, wenn Frankreich wählen wird, seine Wahlen auf Männer fallen mögen, die von der Nothwendiakeit politischer Freiheiten für die Sicherheit und die Würde der Zukunft wie der Ge- genwart wohl überzeugt und fest entschloffen sind, den thatsächlichen Einfluß aienms sicher zu stellen.

Genehmigen Sre rc.

des Landes in seiner Re-

Wie man,derKöln. Zta," von hier telegra-

nn Vom Trauerhause Linksstraße 15 aus fand heute Vormittag 9 Uhr nach dem alten Offirier-Knchhof in der Linienstraße die Beerdigung deS mi l. d. M. tm Alter von 75 Jahren verstorbenen Major a. D. de

L'Olme statt. Krone Preußen getroffen hatte und deshalb noch

Klaffe nicht entschieden war, ab das Biebricher Schloß in

rwtnn seinem Besitze bleiben werde. Der Gemeinderath

v. x gewinn von von Biebrich verpachtete daher die Jagd an einen

Gewinne von 2000 £erttt Werls in Mainz mit dem ausdrücklichen 12.664. 21.278 >nih ^ - - - - -

Bet der heute fortgesetzten Ziehung der 4,

137ster Königl. Klassen - Lotterte siel 1 Hauptgewinn von 10,000 Thlrn. auf Nr. 83,829. 1 Gewinn von 5000 Thlrn. auf Nr. 28,695. 4

elen auf Är. 11.481. 12.664. 21,278 und

. r der Herzog nicht als Bewerbt

aus, weil damals -r noch M» SäMommm mit E Krone Preußenv oer

Guizot."

Großbritannien.

Q Loudorr, 2. Mai. In der vorgestrigen Unterbaus-Sitzung wurde die Debatte über die erste der Gladstone'schen Resolutionen gegen die irische StaatSkirche geschloffen. Vor Beginn derselben gab es jedoch einige kleine charakteristische und darum er- wähnenswerthe Scenen. Vier neue Mitglieder, sämmtlich der conservativen Partei angehörend, welche bei den letzten nothwendig gewordenen Neuwahlen den Sieg davon getragen hatten, traten nacheinander

-n -iaSdr ßftnlpTtto Wirrt tfrttpyi

Tode vemrtheilte Fenier Barrett wirklich bingerichtet werde. Bei den beiden soeben zum Abschlüsse ge­langten Fenierproceffen und bei dem in dem letzte- ren derselben zur Anwendung gekommenen Straf­maße hat sich eine solche Milde geltend gemacht, daß es vollkommen befremdend erscheinen müßte, sollte Barrel allein den Tod erleiden. Dies noch um so mehr, als viele anerkannte Fenier freige- sprechen, und sogar auf freien Fuß gesetzt worden sind, und sich was die Aussagen über Barret betrifft die Zeugen geradezu widersprechen, indem die Einen den Mann wiederzuerkennen behaupten, welcher das Pulverfaß anzündete, die Anderen hin­gegen ihn in Glasgow zur Zeit der Explosion ge­sehen haben wollen. Es verlautet nunmehr auch wirklich, die Regierung beabsichtige, den Alibibeweis näher zu untersuchen und habe dieserhalb bereits einen Beamten nach Glasgow geschickt. Sollten durch das Ergebniß seiner Nachforschungen die Aus­sagen der Schutzzeugen bestätigt werden, dann waltet kein Zweifel ob, daß die Regierung Barret, so gut wie die andern anerkannten Fenier, unmittelbar in Freiheit setzen werde.

mr Eidesleistung vor, und jeder Einzelne von ihnen

Menabrea, der Herzog und die Herzogin Saint- Arpino, der Graf und die Gräfin Ufedom, das Gefolge Sr. königlichen Hoheit und die italieni- fchen Offiziere geladen waren, welche dem Prinzen während feiner Anwefenheit in Italien zur Dienstleistung beigegeben sind; fo wie endlich das gefammte Personal der preußischen und der englischen Gesandtschaft.

Ungeachtet der vielen Festlichkeiten hat die Kammer ihre Verhandlungen über das Gesetz wegen der Stempel und des Enregistrements fortgesetzt, und nach Beendigung der General- Debatte ist man in die Special-Discufsion ein­getreten. Wie bei der Wahl der fünf Mit­glieder der allgemeinen Budget-Commifsion, bei der 62 unbeschriebene Zettel abgegeben wurden, enthält die Linke sich auch bei dieser Gelegen­heit der Abstimmung.

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Nord-Amerika.

Donaufürstenthümer.

Bukarest. Der Minister des Auswärtigen soll in Betreff der Jndenverfolgungen eine Note an die auswärtigen Agenten Rumäniens gerichtet haben, deren Wortlaut von derK. Ztg." nachstehend mit- getheilt wird:

Die böswilligen Beschuldigungen, denen die Regierung Sr. fürstlichen Hoheit zu wiederholten Malen ausgesetzt war, haben durch die auf genauer Untersuchung beruhende Feststellung der Tbatsachen bisher so beständige und ausdrückliche Widerlegung gefunden, daß wir mit Grund annehmen zu dürfen glaubten, daß Aeußerungen dieser Natur in Zukunft nicht ungeprüft Glauben finden würden.

Unter anderen vollständig unrichtigen Gerüchten, welche ich anführen könnte, erinnere ich nur um mich aus eine einzige Tbatsache zu beschränken an die schon vor einigen Monaten verbreitet gewesene falsche Nachricht von der massenhaften Austreibung israelitischer Familien aus der Moldau. Sie haben ohne Zweifel nicht vergessen, Herr Agent, daß die Unterfuchunaen, welche in dieser Hinsicht Statt fan. den, die Tbatsache auf ihre wirkliche Bedeu­tung zurückführten, und daß es nach den officiellen Ausweisen, die Ihnen damals mitge- theilt wurden, leicht gewesen wäre, festzu- stellen, daß unter den höchstens die Zahl^ 1000 be­tragenden und verschiedenen Nationalitäten, selbst der rumänischen, angehörigen Vagabunden, deren Ausschaffung für nothwendig erachtet wurde, un­gefähr nur 30 Juden sich befanden, und zwar Leute ohne Stellung, wie die übrigen Mitausgewiesenen. Die oben erwähnte Behauptung war also eine reine Verleumdung. Nachdem dieselbe gebührend abge- fertigt worden, war man anzunehmen berechtigt, daß dieselbe nicht wiederholte. Diese Hoffnung hat sich aber nicht bestätigt. Das Gerücht, welches wir zer­stört zu haben glaubten, erhält sich mit einer schwer zu erklärenden Hartnäckigkeit, es scheint periodisch werden zu wollen, und zuletzt ist es der österreichische Consul in Jassy gewesen, welcher sich mit feiner Verbreitung befaßt hat, und zwar mit einem Eifer, zu dem man ihm gerade nicht Glück wünschen kann, denn eine Nachforschung, die kluger Weise vorher vorzunehmen durch die Natur der Sache geboten scheinen mußte, hätte ihm einen Schritt erspart, dessen Folgen er nicht weniger bedauern wird, als wir.

Es war uns schmerzlich, zu erfahren, Herr Agent, daß im Vertrauen auf diese, jede Bürgschaft entbehrende Nachricht die Regierungen der garanti- renden Mächte, um die Interessen der Israeliten zu retten, ihren Herren Vertretern in Rumänien eine Ueberwachung anempfohlen hätten, welche beleidi­genden Verdacht beweist und gegenüber der Regie rung Sr. Hoheit ein Mißtrauen anzeigt, das deren menschliche und gesetzmäßige Verfahrungswerse nicht rechtfertigt.

Es ist also meine Pflicht, Herr Agent, noch einmal mit allen meinen Collegen gegen diese grund losen Anklagen zu protestiren, welche gegen uns mit einer Beharrlichkeit gerichtet werden, die ihres Glei­chen nur in der Unbegründetheit derselben findet, und ich thue es mit dem lebhaften Bedauern, daß die Herren Vertreter der garantirenden Mächte nicht mehr Anstand genommen haben, sich über Thatsachen auszufprechen, die ihnen nur durch unrichtige Er­kundigungen bekannt waren, während Mittheilungen, auS zuverlässigeren Quellen geschöpft, sie um den Preis geringer Verzögerung in den Stand gesetzt hatten, ihren betreffenden Regierungen mit der Wahrheit übereinstimmende Actenstücke zu übersenden

Jedenfalls, Herr Agent, hat die Thatsache, welche man uns zur Last legt, nur folgende Grundlage: Einige Gemeinden des Bakeuer Kreises haben sich

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? New-Bork, 22. April. Das Vorgehen des Proceffes gegen den Präsidenten beschränkte sich in den Gerichtsverhandlungen vom 18. und 20. noch immer auf das Verhör der Zeugen der Vertheidi- gung, welcher ein abermaliger Versuch, das Zeugniß Mr. Melles' bezüglich der Cabinetssitzungen vorzu­legen, völlig mißlang; denn trotz der Bereitwilligkeit des Ohief Justice Chase, verwarf der Senat mit einer Majorität von 6 Stimmen die Zulassung so­wohl dieses Zeugen, wie des General-Postmeisters Randall; und Mr. Evarts kündigte an, daß diese Entscheidung sich auch auf Messrs. Seward, Mac- culloch, Browning und Andere beziehe, die zum sel­ben Zwecke etwa von der Vertheidigung vorgeführt werden möchten. Ein radikaler Zeuge sagte aus, daß die Amtsentfetzung des Postmeisters von Augusta,

Mr. Fester Blodgett, welche als unverantwortliche Handlung Mr. Johnson's bezeichnet worden war, ohne Vorwiffen des Präsidenten durch den General- Postweister Randall erfolgt sei.

Am 21. verweigerte das Repräsentantenhaus die Resolution Mr. Robinson's (eines Demokraten) in Betracht zu ziehen, der zufolge die Leiter der Anklage zurückberufen und diese selbst aufgegeben werden sollten. Ferner wurde eine Resolution vorgelegt, aber noch nicht entschieden, welche beantragt, die Berichte der Leiter der Anklage zu untersuchen.

Die Bill behufs Schutzes naturalisirter Unter- thanen im Auslande wurde, bevor sie passirte, dahin amendirt, daß fremde Gesandten nebst ihrer Diener- schaft nicht als Geisel in Haft genommen werden dürfen, und daß der Präsident ermächtigt ist, die Handelsbeziehungen mit solchen Nationen, die den Anforderungen dieser Maßregeln zu entsprechen sich weigern, zu suspendiren. Die Wahlausweise von Südcarolina, Georgia und Louisiana zeigen, obwohl noch unvollständig, Majorität der Radicalen.

Aus Ottawa wird gemeldet, daß der Mörder M'Gee's vor die Assisen verwiesen wurde, und daß v das Attentat von 40 Feniern beschlossen wurde, die durchs Loos Wbelan zur Ausführung der That be­stimmten. Aus Quebeck wird über den unge- heuren Eindruck berichtet, den dieser Mord in ganz Canada hervorgerufen hat. Mac-Gee war einer der Hauptförderer der neuen Conföderation, welche die verschiedenen englischen Colonien Nord-Amerikas unter einander abgeschlossen hatten und gleichzeitig ein entschiedener Gegner des Fenianismus. Dabei erfreute er sich der höchsten Popularität bei allen Klassen der Bevölkerung. Er war arm und lebte in einem kleinen Hause, das ihm feine Wähler von Montreal vor einigen Jahren zum Geschenk gemacht hatten. Es sind von Seiten der Bundes-Reaierunq, der Provinz Quebeck, der Regierung von Ontario und der Stadt Ottawa im Ganzen 14,000 Pfd. St. auf die Entdeckung des (inzwischen bekanntlich fest- genominenen) Mörders ausgesctzt worden.

Hof-Journal.

Berlin, 4. Mai. Die Allerhöchsten und Höch- sten Herrschaften begaben sich am Sonntag Vormit- tagS 9Vs Uhr mit Gefolge per Extrazug nach Pots- dam und wohnten in der dortigen Hof- und Gar- nifonkirche dem Gottesdienste bei. Mittags hatte das 1. Garde-Regiment z. F. im Lustgarten Kirchen- Parade und fand darauf Dejeuner im Stadtschlosse statt. Nachmittags kehrten die Majestäten und die Prinzen und Prinzessinnen von Potsdam nach Berlin zurück. Abends beehrte Se. Majestät der König die Vorstellung im Schauspielhause mit einem Besuche.

Se. Majestät der König nahm heute Vor­mittags Meldungen und die regelmäßigen Vorträge entgegen und fand darauf Empfang statt.

Ihre Maj. die Königin Augusta besuchte am Sonnabend die verwittwete Köniain^^C^^