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während wir uns über die Zierlichkeit eines Gestms- schnörkels freuen, auf einmal auf den Kopf regnet, weil das Dach nicht fertig geworden ist7

Das Gebäude, wovon wir reden, ist das Staats­gebäude, sowohl für unsere besondere Heimath, für Nassau, als auch für unser gemeinsames Vaterland, für Deutschland.

Es sind nun viele berufene und unberufene Bau­meister gekommen und haben uns ihre Pläne und Ueber- fchläge vorgelegt und ein jeder hat gesagt:Meiner ist der beste und der wohlfeilste, wenn ihr nach ihm bauet, dann werdet ihr billig zu einem schönen Haus kommen." Wir sind die Bauherren und sind wirklich in Verlegen­heit, was wir eigentlich unter all Dem, was uns vor­geschlagen worden ist, wählen sollen. Ich aber meine, daß der Bauherr sich nicht allzuviel auf die fremden und überstudirten Baumeister, die ssch ihm' von allen Seiteu her aufdrängen, verlassen soll. Der Bauherr kennt am besten den Platz, wohin er bauen soll, er weiß am besten, was für Räumlichkeiten und Einrich­tungen er nöthig hat, er weiß endlich selbst am besten, wie weit feine Kräfte und sein Geldbeutel reichen,' wie weit er sich also auf die Pläne überhaupt einlassen 'kann.