rechteckige Sarg, welcher mit schwarzem Tuch deichlagen und Ml der' amerikanischen Flagge bedeckt war. Die Leichenfeier war überaus einfach uud forrnlos. Ein Methodisten-Prediger, Hr. Saunders, recitirte ein kleines Lied, welches Sehnsucht nach dem Himmel ausdrückte, und sprach dann ein kurzes Gebet. Darauf wurde der Sarg in den von sechs Pferden gezogenen Leichenwagen gehoben, dein sich eine lange Wagenreihe anschloß und nach der Dorotheenstädtischen Kirche folgte. Dort wurde in dem Leichenhause der Sarg niedergesetzt, das ganze Trauergefolge umstand ihn uud hörte aberinals ein kurzes Gebet von dem Methodisten-Geistlichen Professor Beultet an. T-amit war die Feier beendet. Die Ueberführung des Sarges nach Amerika soll in etwa acht Tagen erfolgen. Von Mitgliedern des preußischen auswärtigen Amtes belnerkte man nur den Unter-Staatssecretär v. Thiele in Vertretung seines Chefs, des Grafen Bismarck. — Ludmilla Assing, welche als Herausgeberin der Varnhagen'schen Tagebücher zu längerer Freiheitsstrafe verurtheilt war, ist jetzt, nachdem die Amnestie die Strafe aufgehoben, ans Florenz (wo sie gegenwärtig ihr Domicil hat) zum Besuche hier eingetroffen. — Das „Comm.-Bl." schreibt: „Ein Wohlthüter, welcher nicht genannt sein will, hat der Stadt Berlin ein Capital von zehntausend Thalern zu einer Stiftung für hilfsbedürftige christliche und jüdische Familien übereignet, welche bis zu seinem Tode den Namen „Stiftung eines Ungenannten für hülfsbedürftige christliche und jüdische Famlien" führen soll. — Offieiöse Organe rühmen das gute Einvernehmen zwischen dem diesseitigen Hofe und dem jugendlichen Könige von Griechenland, das sich bei der Anwesenheit des Letzteren und seinem Empfange in ' offreifen bncu mentir* Saftp. Die -Heidler'scb e Correspondenz" registrirt