Weinbergen, also ein verhältnismäßig kleinerer Theil, der, wenn er auch mitunter um 30 und mehr pCt. in seiner Höhe difserirte, doch keinen solchen Einfluß auf die Total-Bilanz ausüben könnte, daß man den gesammten Reingewinn, den die Domäne abwirft, deßhalb einen „ungewissen" nennen dürfte. Dem financiellen Interesse des Herzogs widerstreitet ein Abkommen durchaus nicht, welches ihm die Domäne und keine Geldrente zuweist; wohl aber dem volkswirthschaftlichen Interesse des Landes. Es muß daher doppeltes Befremden erregen, daß „die rührende Anhänglichkeit an das rheinische Heimathland" so sehr hervorgehoben wird. Jene ungeheuren Ländereien und Waldungen, jene Weinberge und Bergwerke, welche den Hauptbestandtheil der Domäne ausmachen, braucht der Herzog nicht zu besitzen, um der Heimath Anhänglichkeit zu bewahren. Was müßten denn diejenigen Menschen ansangen, die überhaupt dergleichen Liegenschaften entbehren und niemals in die Lage kommen, solche erwerben zu können? Und doch trifft man grade bei solchen Nichtbefitzen- den oft die „allerrührendste Anhänglichkeit" an das Heimathland! Der Herzog würde, wenn er in den Privatbesitz der gesammten Domänengüter und Liegenschaften gelangte, nicht einmal im Stande sein, sie alle persönlich zu überwachen und im Auge zu behalten; es sei denn, daß er jahraus, jahrein von einem Orte zum andern, von einem Gute zum andern, von einem Weinberge zum ander»n unterwegs sein wollte. Also was soll die Redensart von der „rührenden Anhänglichkeit" bedeuten? Man ist hier sehr geneigt, anzunehmen, daß es dem Herzog nur darum zu thun ist. das große Beamtenheer, welches für die Domäne thätig war, auch künftig das Seinige nennen zu können und in einer großen Anzahl seiner früheren Unterthanen künftig wenigstens seine Arbeiter und Gutszugehörigen zu sehen. Aus welchem Grunde Se. Hoheit dies wünschen mag, dürfte mit einiger Sicherheit daraus zu schließen sein, daß die Unterhandlungen mit der Krone Preußen in demselben Momente von Sr. Hoheit abgebrochen wurden, als der Krieg mit Frankreich unvermeidlich schien. Die Perspective, welche sich so auf den vom Herzog gewünschten Modus der Auseinandersetzung mit Preußen entwickelt, ist allerdings geeignet, »ine „rührende Anhänglichkeit des Herzogs an sein heimathland" zu constatiren.