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(bade». Samstag, 20. F brnar.

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belgische

* Wiesbaden, 19. Februar.

Die Friedensglocken ertönen Ecken und Enden. Von verschiedenen^ meldet undbestätigt", daß der C Frankreich und Belgien in Verständigung gebracht worden sei. rung protestirte gegen die Verdächtig^ bei ihrem Verhalten von anderen lichen Motiven leiten ließ." (Wir verschiedene andere Stimmen über diese angewachsene Angelegenheit.)

Aus Paris wird sodann gemeljN: Die Conferenz hat in einer heute abgehaltenen Sitzung die Antwort Griechenlands sür genügend erklärt.

Und um den Sack voll zu machen, soll sogar Spa­nien endlich einen König gefunden haben. Schon gestern meldete dieKöln. Ztg." von der neuen oder vielmehr erneuerten Candidatur des Königs von Portugal und heißt's: Privatnachrichten derAgence Havas" aus wnien erklären die Wahl Fernando's von Po r- l zum König von Spanien, sowie dessen An nahm e sicher.

DasAvenirNational" äußert zur belgischen DiePatrie", dieFrance", derEtendard" ^Public" sind also entschieden gegen die belgische ins Feld gerückt, welche in ihren Augen schul­en Gesetz über den Betrieb ihrer eigenen Eisen- Urgelegt zu haben. Nie ist mit einem kl ei- an de, das uns nicht bedroht und dessen Unab- kgkeit eine Bürgschaft ist für Das, was uns selbst meren Freiheiten noch bleibt, ein elenderer Ha­an gezet.te.lt worden. Im jetzigen politischen igenblicke bedürften wir sichtlich der Unterstützung Eng- lands; auch waren wir deshalb im Voraus schon sicher, daß die Osficiösen gewandt genug sein würden, um eine Frage aus's Tapet zu bringen, in der die englischen In­teressen mit den französischen Prätentionen nothmendig in Conflict gerathen müssen. Dies ist auch, eingetrcten und die gouvernementale Presse von Paris, so wie die­jenigen, die sie inspiriren, haben unbestreitbare Rechte auf die Dankbarkeit Rußlands."

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Asien

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Ückerklärung erhalte, daß die britischen Be-- Berlin, 17. Febr. Zum spanischen Ges and- von der Nachbarschaft Rußlands nichts ten in Berlin war ursprünglich ein Herr Morte­mar bestimmt, indessen rächt sich das Schürzenre- giment, das so lange die Geschicke jenes Landes ge­leitet, noch in den Nachwirkungen. Die Sacke ist fol­gende: Herr Mortemar war statt hierher nach Flo- enz geschickt worden, weil General Menabrea der spa-

* Wiesbaden , 19. Februar. Wir erfahren nun­mehr von bestunterrichteter Seite, daß die vor einigen Tagen imFranks. Journ." veröffentlichte Nachricht über das Verhältniß der letzten zu der vorh-rgezangenen (ersten) Klassensteuer-Veranlagung im Wes-mlichen voll­kommen richtig ist, daß jene erste Veranlagung ergab etwas über 29,800 Thlr, die jetzige dagegen 35,395 Thaler. Wir wiederholen die Frage unseres gestrigen Correspondenten (= Wiesbaden): Liegt der allem Anscheine

nischen provisorischen Regierung erklärt hatte, man werde

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geheirathet habe. Wie der Herr, so der Diener, und wenn man am Hose zu Floren; die Gattin Ratazzi's, die Frau Solms-Wyse, empfangen konnte, so hätte man auch gegen ihre ehemalige Dienerin nicht so prüde sein

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Kur." Dichtung oder Täuschung zu Grunde? Wenn man durch Berichtigungen gute Gesinnungen machen will, dann muß man doch auch gut unterrichtet sein, ! beziehungsweise den guten Willen haben, die Wahrheit zu sagen.

* Wiesbaden, 19. Februar. Der Abg. Knapp soll, wie in einem hiesigen Blatte gemeldet wird, dazu auffordern, daß die Nassauischen Juristen ihren Ansichten über die versuchte Ausdehnung der Erbschaftssteuer auf das partikularrechtliche Institut der Leibzucht öffentlich Aus­druck geben möchten. (In einem Schreiben, das mir gestern von Herrn Knapp erhielten, ist davon noch keine Rede.) Wir möchten dem genannten Abgeordneten darin nicht beistimmen, aus zwei Gründen: 1) Ist der Rechtspunkt so plan undzweifelohne", daß man nack unserer An­sicht schon dadurch Position zu verlieren fürchten muß, wenn man denselben (außer, wo eine kurze Darlegung

des Auswärtigen doch, lieber den Herrn Espanna nach Berlin zu senden und Herrn Mortemar nach Florenz zu versetzen. In Berlin erhielt man aber auch Kunde von den Familien-Beziehungen des Neueruannten, und Graf Kanitz in Madrid erhielt Auftrag, dagegen Ein­sprache zu erheben, daß man einen Mann nach Berlin sende, beir in Florenz wegen solcher Familienrücksichten nicht angenommen worden wäre. Spanien hat sich da­her zu nochmaliger Aenderung entschließen müssen. Herr Espanna ist soeben von Berlin abberufen und an seine Stelle Herr Roncas, ehemaliger Chefredakteur derNo- vedades" in Madrid zum spanischen Gesandten beim Ber­liner Hofe ernannt worden.

Zur Vorbereitung des nächsten volkswirth- schastlichen Kongresses war dieser Tage hier die ständige Deputation des Kongresses versammelt. An dem bei dieser Gelegenheit in der hiesigen volkswirth-

wenn man denselben (außer, wo eine kurze L.)arwgunu I ut»u un _

unbedingt nöthig ist, wie in Eingaben und Beschwerden) schastlichen Gesellschaft veranstalteten Souper betheiligten

des Weitern erörtern wollte, und 2) wurden gleichwohl j sich in früheren Jahren Mitglieder des Landtags aus

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unter denNassauischen Juristen" möglicher Weise dis- sentirende Vota zu erzielen sein, und damit wäre der Sache erst rechc ihre Reinheit und Zweifellosigkeit be- nommen.

Frankfurt, 18. Febr. Nach verschiedenen hierher gelangten Mitteilungen aus Berlin scheint es kaum noch einem Zweifel zu unterliegen, die y r e u ß i s ch e

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allen Fraktionen. Im vorigen Jahre hatten jedoch, wie dieBr. M.-Ztg." mittheilt, die Mitglieder der preu­ßischen Fortschrittspartei die Einladung abge- lehut, wegen Verunglimpfung der deutschen Farben und Verherrlichungen des Grafen Bismarck, welche in dem Jahre vorher in einzelnen Toasten vorgekommen waren. Diesmal hatte nun der Vorstand seine Einladungen mit

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