seinen Kindern unterstützt wird und diese Unter­stützung nicht entbehren kann.

2) Die Commission hatte einen andern Bürger nur mit 1 Thlr. eingeschützt, weil ihr bekannt war, daß seine Vermögensverhältnisse auf schwankenden Füßen stan­den die Kgl. Regierung erhöhte ihn aus 3 Thaler; gleich darauf ist nach bereits erlassener öffentlicher An­kündigung der Concurs über ihn ausgebrochen.

3) Einem Kgl. Assessor (bei welcher Behörde-4st uns unbekannt) waren von der Commission 6 Thaler Steuer angesetzt worden. Die Regierung streicht diesen ganzen Ansatz, weil der betr. Assessor noch feinen Ge- halt beziehe und von seinem einkommensteuerpflichtigen Vater unterhalten werde.

Die letztere Entscheidung ist unseres Erachtens ge­radezu ungesetzlich. Wir wollen gar nicht fragen: '^Be­zieht der Herr Assessor auch keine Diäten? son-, dern nur: Wenn Gymnasiasten, Politechni- ker, Lehrlinge u. s. w. zu besteuern warum nicht auch der Assessor, der hier seinen eigenen Haus, halt hat und doch gewiß auch über 16 Jahre alt ist. In den beiden erstgenannten Fällen aber liegt nicht etwa blos mangelnde Rücksichtnahme gegen die Commis­sion vor, sondern es durfte nach dem klaren Inhalt des Gesetzes die Regierung nicht so ohne Weiteres vorangehen. Dies darf nach § 13 der Anweisung nur da geschehen,wo die bestimmenden Verhältnisse klar vorliegen (!) und durch dieselben eine höhere Be­steuerung, als von der Einschätzungs Commission vorge­schlagen, zweiffellos gerechtfertigt erscheint". Was lag aber bei dem von seinen Kindern Unterstützten, was bei dem damals schon Ueberschuldeten klar vor? Was war zweifellos? Wir wollen statt vieler an­deren

4) nur noch Einen Fall anführen. Ein unbemit­

telter , in dem Adreßbuch der Stadt Wiesbaden als Taglöhner" eingetragener hiesiger Einwohner wird von 1 Thlr. auf fünf Thaler erhöht. Warum?Weil er mit drei Gehülfen arbeitet." Der Mann ist aber nicht mehr und nicht weniger als seine Gehülfen auch, er accordirt nur die Arbeiten und verdient nicht mehr als seine Helfer, und dazu ist er ein Holz­

macher, das heißt er betreibt ein Gewerbe, das nicht das ganze Jahr hindurch, nicht einmal eine

oder die andere Iahres-Zeit hindurch geht." Ihm geht's wie dem Windmüller, der bekanntlich mahlt,

wenn der Wind geht, oder, wenn er noch um etwas

unbemittelter wäre, wie jenem Bettler, den, als er zur schönen Frühlings- oder Sommerszeit flch eine milde Gabe erbat, derreiche Prasser" anbarschte, er solle arbeiten.Ach, das thät' ich gern, aber ich kann keine Arbeit finden, unser Geschäft geht jetzt nicht".Was 'treiben Sie denn für ein Geschäft?""Ich bin Schnee- schöpper"! Ganz so oder doch ähnlich crgehts auch dem obigen Taglöhner, ergehts einem anderen Taglöhner, den man von 2 auf 5 thaler zu erhöhen beliebte und er- gehts noch gar manchem Andern.

Dahin kommt es aber, wenn die Regierung resp. ihre betreffenden Beamten die Verhältnisse durch beliebige hier nicht näher zu erörternde Ermittelungen besser glaubt erforschen zu können, als Männer, die mitten im viel­verschlungenen Getriebe des Lebens drin stehen.

Die Frage, ob diesmal eine Erhöhung gegen die erste Festsetzung eingetreten ist, oder nicht, ist für uns eigentlich völlig müßig (man vgl. indeß unter Wiesbaden" eine von unterrichteter Seite stammende Widerlegung einer anscheinend offiziösen Mittheilung eines anderen hiesigen Blattes), müßig darum, weil nach allgemeinem Urtheil jene erste Veranlagung viel zu hoch war. Wegen derselben sind bekanntlich große Bür­gerversammlungen gehalten worden, in deren einer sogar ein hiesiger N at i o n a l l i b e r a l e r der allgemeinen Ueberzeugung mit den Worten Ausdruck gab:Wir müssen uns unserer Haut wehren". Die Frage ist also nicht: Ob höher wie früher? son­dern : Ob zu hoch oder richtig? Soviel für heutej

"als einen Fremden, sondern als einen Bruder zu be­trachten, der ihre Gefühle bei der Erinnerung an ihre so weit entfernten Lieben verstehen und würdigen könne.

Nach einer Pause fragte Lord Horace:Ist Mr. Carlton hier?"

Ja," antwortete sie schnell, indem sie erröthend nach der entgegengesetzten Thür blickte.Er wird wahr­scheinlich gleich kommen, und gewiß höchst erfreut sein, Sie zu sehen."

Lord Horace verbeugte sich höflich, aber kalt.

Wie lange gedenken Sie in Baden zu bleiben?"

Nicht allzulange, glaube ich," sagte Harriett mit bedeutungsvollem Lächeln.

Sechs Monate bin ich von Ihrer grausamen Schwester verbannt worden und einen Theit dieser Zeit werde ich mich wahrscheinlich hier aufhalten."

Was? Ist meine sanfte Rosa eine solche Tyrannin geworden?" rief Harriett und fügte dann mit leiser schüchterner Stimme hinzu:Wußte sie, daß Sie mich besuchen würden?"

Lord Horace erzählte ihr nun, daß er von Rosa nur darum nach Deutschland geschickt worden sei, um dieser Nachricht von ihrer Schwester und ihrem Kinde zu bringen.

Die Augen der armen Harriett wurden feucht, aber diesmal waren es Frcudenthränen.

Gute, liebe Rosa! Ich wünschte, sie könnte meinen prächtigen Kleinen sehen!" rief sie mit Mutter stolz.

Dein

Wiesbaden, 18. F gäbe desRhein. Kurie ein Eorresp. von hier nachz Zeit von demFranksu Artikel aus Wiesbaden gebi Bewobrnrn der Stadt Wie lende Klassen- und Einkorns worden", rücksichtlich der K tig sei, und will diesen Na er sagt, die Klassensteuer für mit Berücksichtigung der Ab betragM-.sei pro 1869 auf also yßcht erhöht, sondern sog! worden. Beü solchem Nachw li^k^ ob ek^auf einem absi,^ .Irrthume beruhe? Dar 1 86 9 -zu Anfang d beträgt, als sie pro res uOk>er Ei^chluß de tragen hat, folgt wahrlich i pro 1869 nicht erhöht theile läßt sich daraus sicher stattgcsunden Hai, und zu E unter Einschluß der A bedeutendes Plus herausstelle

* Wiesbaden, 18. Febr gemeldet wird, haben die A rungsbezirk Wiesbaden eine v gearbeitete ausführliche Repli Finanzministeriums bezüglich genannten Ministerium einger

Frankfurt, 17. Februa Versammlung verhandelte geste über die Rcceßangelegenheit. Berlin zurückkehrenden Deput Debatte, deren Resultat ist, von der Commission gestellt^ Heyder's, die Deputation z bevollmächtigen, insofern eine Eisenbahnen und Immobilie nen Gulden über die Landta einschließlich der bereits zu zielt würde, mit 27 gegen 24 Uber die absolute Mehrheit, den Antrag stimmten: Dr. Dr. Haag, Nolte, Strauß. Funk, Fay, Sonncmann, Prior, Ccherlenzky, Dr. der, Walluf, Wolschendorff, den Antrag stimmten: Dr. ville, I. de Neusville, Bren I. C. Bauer, Hoffmann, Maas, Seufferhetd, -v. ^ burger. Rumpf, Stein, W Leipprand, Schiele, Reingan

Kassel, 15. Februar geschrieben wird, ist hier am sehr geachteten Firma, Aug. ßeu Theil seines Cvmptoirp Wie vermuthet wird, ist der rungen für den Militär begangen zu haben. Die «H schon seit etwa 14 Tagen ein Gange, welche gegen nicht r die bei Militärlieferungcn ver richtet sei, und bemerkt: glaubhaften Nachrichten aller: sionen angenommen und soll hin verbreiten."

Zeitz, 16. Februar. Uebe Bürgern und (bürgerlichen) Of Zeitung: Die GesellschaftGer angesehener Bürger und Bürge Februar d. I. in den Räumen 1 Hofe" einen Maskenball. Diese

Aber Sie sollen ihn sehen, i welch kleiner Engel er ist!" großem Eifer bei ollen Vorz Horace, um die Mutter zu e Interesse zuhörte.

So saßen sie lange in tro men., bis endlich eine bekann die Harriett zur Wirklichkeit röthelen sich und ihre Augen ängstlich dahin, woher sie kam Das ist Mr. Carlton! Wollen wir ihm entgegengehe Carlton, aus dem Spielsai langsam.

An seinem Arme hing ein« die erste Irgend hinter sich hc schön war, durch ihre auffallei belebten Gcsicttszüge, Aller Auf Gesicht strahlte ron Fiohlichke sprechend ihrem Begleiter zuw und flüsternd zu ihr herabbeug

München, 15. Februar. T>, Professor und Proscctor an der I. Herz (ein hervorragender Ge iiöriß zum ordentlicken Prrscss nanut worden. Tr. Herz ist der zu einer ordentlichen llniversila