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dunstet. Auch entzünden sich die hölzernen Grabscheite zuweilen.

Sonderbar ist es, daß man nicht bloß um den Berg herum, sondern selbst mitten in dem brennenden Theile, ganz kalte Hügel findet, die mit Pflanzen bedeckt find.

Die Baschkiren versichern, daß der Schnee auf die­sen Hügeln im Winter nicht liegen bleibt, daß diese grünen Einfassungen um die brennenden Platze sich be­ständig grün erhalten, und die Pflanzen daselbst nach der Schneezeit in der schönsten Blüthe stehen.

(Schluß folgt.)

Streck-Charade von zwei Sylben.

(AuS dem Mitternachtblatt)

Die ersteSylbe.

Gleich dem durch alle Welt zerstreuten Judenvolk, bin ich und meines Gleichen überall zu finden. Ich diene dem Menschen zur Wohnung und er mir; an sei­ner Hand gehe ich durch's Leben, beschenke ihn mit ei­nem der edelsten Getränke, und wohl ihm, wenn er seinen Wohlstand nach mir benennen kann, er sitzt dann in dem, waö nach mir gewogen wird. Standhaftigkeit ist mein Hauptcharacter, geduldig lasse ich mich schlagen, und doch kann eS mich leicht außer Fassung bringen. Eine Stimme aus früherer beit, spreche ich zum Men­schen, bald durch Worte, bald durch Form und Gestalt, ja selbst aus fernen Welten bringe ich ihm Kunde. Oft bin ich sein treuestes Ebenbild, manchmal seine größte Qual, und gleich ihm verdanke ich oft bloß dem Schneider Schönheit und Ebenmaaß. Mein Gang rich­tet sich nach den Augen, und manchmal ist es mein Be, ruf, mich tanzend im Kreise zu drehen. Wie bei den Menschen, ist bei meinem Geschlecht ein ziemlich scharf gezogener Unterschied der Stände zu bemerken, und wie bei ihnen scheinen unsre Edeln hauptsächlich dazu be­stimmt, in prächtigen Häusern zu wohnen, zu repräsen- tiren und zu glänzen, während mancher Gemeine, weit nützlicher und brauchbarer, als jene, verachtet und mit Füßen getreten wird. Man genießt mein Fleisch und benutzt auch hier und da meine Eingeweide. In Sachsen bin ich Im Gefolge deö Königs zu finden und nach einer alten Sage verdankt mir das menschliche Geschlecht sein Dasein; ein Heroü der alten b"t aber kam durch mich um's Leben. Oft werden Brücken aus mir gebaut, über welche aber niemand gehen darf; ich bilde die Scheidewand zwischen Mein und Dein, zwi­schen Diesseits und Jenseits, war von jeher das b"l manches eiteln DtrebenS und ein Vogel ohne Federn trägt mich in seinem Schnabel. Von vielen Schlössern, wo ich sonst residrrte, bin ich in der neuern b"t ver­

trieben worden, doch 'halten mich vorzüglich die Damen immer noch lieb und werth, ja manche derselben besteht sogar bloß aus zweien meiner Art. Die Chirurgie hat wich zum Besten der Menschheit aus dem Tartarus herauf geholt, doch daS Pflaster, daS aus mir gemacht wird, hat wohl noch keine Wunde geheilt. Man legt mich auf die Wage, doch nicht in der Absicht, um mich zu wiegen, und so schwer ich auch bin, so thut doch mein Druck niemand weh, alS höchstens manchmal den Augen.

Die zweite Sylbe

ist eine arge Plage für Groß und Klein, besonders wenn Viele davon unter einen Hut gebracht werden sol­len, welches nur mit Hülfe eines Generals gelingt, der jedoch im Kriege noch keine große Thaten gethan hat. Wer sie hat, freut sich nicht darüber und spricht nicht gern davon und wer sie veranlaßt, verdient Tadel. Der Jäger sucht sie auf, denn daS scheue Häschen glaubt darin Sicherheit und Verborgenheit zu finden. Sie zerstört manches Nützliche und veranlaßt Hader und Krieg. Auch in Weinflaschen findet man sie leider sehr häufig, doch hat man sie gern darin, wenn noch eine kleine Sylbe davor steht. Mit dem Gegensatz dieser Sylbe ist sie ein großes Verbrechen. Inder Musik ist sie die Gesetzgeberin für Tact und Rhythmus, und nur eia einziger Fall macht eine Ausnahme davon.' Folgt sie der Ehe, so ist es traurig, und es wäre daun besser, sie wäre ihr vorangegangen und hätte sie dadurch ver­hindert. Kein Brief wird ohne sie auf die Post gegeben; ihre Bänder aber dienen nicht zum Schmuck.

Das Ganze

verschafft nnS beide Sylben, wenn man die bweite zu­erst und die Erste zuletzt setzt.

Museum

am 14 . Nov. 1626.

SonMe brillante für die Violine, von Rode, vor­getragen von Hrn. Brand jun.

Ueber Ioseph v. Hammer'ö Geschichte deS oSma- Nischen Reichs, breite Abtheilung. Von Hrn. B er ly.

Romanze, componirt von Hrn. Gollmick, gesungen von Dem. Mariane Fischer.

Ueber Romeo und Julie; dramaturgische Abhandlung, verfaßt und vorgetragen von Hrn. I B. Rousseau.

Septett von Beethoven (für Violin, Viola, Cello, Contrabaß, Horn, Oboe und Flöte); zweite Ab- theiluug.

C a v a t i n e von Mozart, gesungen von Dem. M ü n ch.

rei Lit. J, Nr, größer AoRtntarft.

H, L. Brännex'sch- Kzichdrri

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