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Herr FJojle sagt in seinen: Discours sar lutilite de la phisique experimentale, qu'il est encor plus sur- pris des petites montres, que des grandes horloge de la natura * Und i« der That, wenn wir die Bildung einer Käsemilbe mit der eines Elephanten vergleichen, glau­be ich, werden wir derselben Meinung seyn. Die Größe und Kraft des letzter» kann uns in Furcht und Bewunderung setzen; aber betrachten wir die erstere aufmerksam, so werden wir erstaunter sein. Die Milbe hat bei ihrer Kleinheit doch mehr Gliedmaßen, als der Elephant, wir sehen ihre Adern und Pulsadern, Nerven, Muskeln, Sehnen mtfc J Knochen; sie hat Augen, einen Mund und einen Rüssel, womit sie ih­re Nahrung zu ssch nimmt, sie besitzt einen Magen zum Verdauen, Gedärme zur Absonderung der unnützen Theile; sie hat Fortpstanznngstheile, vollkommen, wie die großen: Thiere. Wenn wir so darüber Nachdenken u. setzen, daß, bei der übertriebenen Kleinheit und Verschiedenheit, alle Theile eben so vollkommen dieser Milbe zum Leben genügen, wie die kolossalen Glieder dem Elephanten dienen, so wird mau unwillkürlich zur Bewunderung hingerissen.