802 Göttingische gel. Anzeigen

getaucht und mit starken Kupferdrähten die nöthi- gen Verbindungen hergestellt. (Siehe Poggen- dorff's Annalen 1839. Bd 48. S. 300. 1840.

Bv 49. S. 51t.) Die Kostspieligkeit der Platin­platten beschränkte bisher den Gebrauch dieser sonst so kräftigen und bequemen Säulen; daher wird cs denen, welche aus diesem Grunde sich dieselben nicht verschaffen konnten, angenehm seyn zu erfahren, wie Hr Professor Poggendorff Ei­senplatten statt Platinplatten mit fast gleichem Erfolge in Anwendung gebracht hat.

*Jetzt beschäftigen mich, schreibt Hr Professor Poggendorff vom 1. May d. I., die Ketten mit zwey Flüssigkeiten, die offenbar die größte Auf­merksamkeit verdienen und noch so wenig studiert sind. Ich habe gegen 50 solche Ketten dargestellt und gefunden, daß sie fast alle den unschätzbaren Vortheil gewähren, einen konstanten Strom zu geben, so daß man also genaue Messungen ma­chen kann. ... Nur eines von praktischem Nut­zen will ich Dir mittheilen, daß man nämlich in der Groveschen Säule das theure Platin sehr wohl durch Eisen, Stahl oder Gußeisen ersetzen kann, so bald man statt der gewöhnlichen Salpetersäure concentrierte rauchende Säure (acidum nitricum fumans) nimmt. Man kann diese rau­chende Säure sogar mit Vortheil mit H Th. ge­wöhnlicher Salpetersäure verdünnen, oder so weit, daß das Eisen noch nicht angegriffen wird. Letz­teres ist nothwendig; nimmt man die Saure zu dünn, so wird das Eisen mit großer Heftigkeit angegriffen. In der Säure von angegebener Eon- centration bleibt das Eisen so blank wie das Pla­tin. Hier die Elemente der besagten Ketten für rauchende concentrierte Salpetersäure und Schwe­felsäure mit 4 Th. Wasser. Das Zink war amal- gamiert.