804 Göttingische gel. Anzeigen

für die Erforschung der galvanischen Eigenschaf­ten des Eisens im Besonderen von Interesse. Zwar sind schon häufiger Ketten zusammen gestellt worden, bey denen zwey gleichartige Metalle mit zwey ungleichartigen Flüssigkeiten combiniert wer­den, z. B. von Becquerel und Delarive, wovon Fechner im Repertorium der Experimentalphysik S. 434 f. ein Verzeichnis gibt; es scheint aber bloß die Existenz und Richtung des Stromes In­teresse erregt zu haben, die weitere Benutzung und Untersuchung aber durch die Schwäche und Unbeständigkeit der Wirkung verhindert worden zu seyn. Eine so starke und konstante Wirkung wie die beschriebene, wodurch diese Art von Ket­ten wirklich brauchbar und nützlich und einer ge­nauen Untersuchung fähig werden, ist neu und verdient besondere Beachtung. Zwey Paare, wo jede Platte etwa nur 3 Quadratzoll Oberfläche hatte, brachten dünne Platindrahte zum Glühen und genügten zur lebhaften Zersetzung des Was­sers. Gewis verdient dieser Gegenstand weiter verfolgt zu werden, wenn nicht Hr Prof. Pog- gendorff vielleicht schon seine viel umfassende Un­tersuchung auch hierauf erstreckt hat.

Die schwache Entwickelung von Wasserstoffgas an den in die verdünnte Schwefelsäure getauchten Eisenplatten kann übrigens leicht vermieden wer­den, wenn man verzinntes Eisenblech an­wendet, welches in dieser Beziehung denselben Dienst wie amalgamiertes Zink leistet; es scheint dem letzter» sogar vorzuziehen zu seyn, weil cs dünn und haltbar ist, während das Zink durch Quecksilber brüchig wird und einen Theil seines Amalgams leicht verliert, welches als graues Pul­ver die Oberfläche der Platte bedeckt oder in der Säure sich absetzt, wodurch die Wirkung der Säule geschwächt wird.