stanz; die negative wirkt leuchtend und gestaltend nur auf seine Oberfläche.

29. Der exjerimentalen Untersuchung bleibt zur vollendeten jp Durchführung des Gegensatzes eine Frage an die Natur Vorbe­halten: ist der Ursprung der wärmenden Kraft so ganz auf den positiven Poi beschränkt, dass jede Temperaturerhöhung am nega­tiven blos eine von jenem hergeleitete ist? Und wenn die ange­führten Thatsachen dies sehr wahrscheinlich machen, dürfen wir nicht einen Schritt weiter gehen, und in der Function dernegati- ven Elektricität eine lemperalur erniedrigende Kraft vermulhen ? Freilich könnte diese, schon wegen der Reaction der positiven Wärme, nur in einer flüchtig vorübergehenden und leisen Spur sich äussern. Aber seit es dem trefflichen Peltier gelungen ist, eine solche Spur von Erkältung nachzuweisen an der Berüh­rungsstelle thermoelektrischer Metalle, wenn in einer bestimmten Richtung ein elektrischer Strom durch sie geht, ist die Möglich­keit eines Gelingens auch hier zu hoffen. Der Naturforscher darf nicht zwischen den Zeilen lesen, aber er darf zwischen den Zeilen suchen.

III. Ueber die Polarität von Licht und Wärme.

30. Wärmefreies Licht und lichtlose Wärme in den elek­trischen Phänomen^ zu erkennen, ist ein ideales Problem der jesc Wissenschaft. Aber nur in den Anfängen elektrischer Erregung, beim Status nascefys dieser Thätigkeiten, gelingt es mit empiri- Jtl schein Erfolg. Steigt die Energie der Erregung, so erzeugt die Gluthitze an der Anode selbst secundäres Licht, und durch Wär­meleitung wird die kaltleuchtende Kathode in das Mischungsphä­nomen gezogen. So kamen wir auf Erscheinungen, bei welchen es schwer wurde, Licht und Wärme, so wie das causale Wirken der Elektricitäten in ihnen, gesondert zu unterscheiden. Aber bei der Untersuchung der Wärmephänomene wurden Erscheinun­gen der negativen Elektricität durch solche, die der positiven angehören, klarer. Und so müssen wir auch noch ferner Man­ches, was dorthin gehört, hier nachträglich behandeln.

31. Eine andere ideale Aufgabe ist es, Licht und Wärme in ihrer radicalen Einheit zu untersuchen. Jede polare Natur­kraft ist in sich identisch und zugleich different. Niemals er­scheint die eine Richtung ihrer Thätigkeit/ ohne die andere.