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bei der keine Elektrode glühend werden kann, da wir hier im­mernoch das primäre Licht untersuchen. Zwei Dimiellbe fe eB eehgjKy jA'j drei ungleichnamig verbunden, wirken sehr gut. Der Effect ist, dum die Spitzenlichter reichlicher, die Flamme grösser wird. Aber nun erscheinen auch weissleuchtende Stellen von merklichem Durch­messer am Platin. Und die Flamme ist nicht eine ruhige Licht­hülle, sondern sprüht oft bedeutend über ihre Gränze hinaus, manchmal mit rother Farbe; unter dem Mikroskop ein wahrer Lichtvulcan. Nun sieht man auch zuweilen ächte Fünkchen, d. h. höchst kleine leuchtende Puncte, welche von der leuchtenden Elektrode auswärts sprühen, so dass sie ausserhalb der Flamme sichtbar werden und erlöschen; aber sie nehmen ihre Richtung nicht entschieden nach der dunkelen Elektrode, es sind keine überschlagende Funken.

17. Geht man beträchtlich weiter mit Verstärkung der erre­genden Elektricität, so ist es nicht mehr zu vermeiden, dass die Wärme, die sie erregt, bis zum Glühen steigt. Dann hat man es nicht mehr mit dem primären Licht allein zu thun; das Licht des

Glühens und Verbrennens ist wesentlich ein anderes, von de r _.

Elektricität nicht direct abhängiges; und beide Lichtarten vermi­schen sich so, dass es mir noch nicht gelungen ist sie hinreichend

zu unterscheiden. Doch wird von einzelnen Erscheinungen, die hierher gehören, noch die Rede sein, so wie auch von manchem Anderen, was die Erregung des Lichts durch Elektricität betrifft, das aber erst später sein volles Verständniss findet.

II. Ueber den Ursprung der elektrischen Wärme.

18. Die Erscheinung, dass das Licht ausschliesslich am nega­tiven Pol entspringt, rief die Frage hervor, welche Thätigkeit wohl am achtlosen positiven Pol ihr entspreche. Ich vermuthete, dass die Wärme diese Function sei. Es ist bekannt, dass die elektromotorische Kraft^von ihren ersten leisen Regungen an, im / / Conflict mit dem Leitungswiderstande des Metalls Wärme er­zeugt; ihre höchste Entwicklungsstufe ist das Feuer. Diese Wär­meentwicklung findet sowohl bei dem Schlag der Leydner Flasche und der permanenten Leitung des Voltaischen Schliessungsdrahts statt, als bei der unterbrochenen der Magnetelektricität, beim Durchströmen sow r ohl guter als schlechter Leiter. Aber bei der Schliessung durch Metalle kann man die Eigentümlichkeiten der