daher den Lichtpünctchen zu coordiniren, oder ob diese primär, jene nur secundär seien, wage ich nicht zu fr fcte l scheiden.

14. Eine andere Art von Schwächung bot ein lehrreicher Versuch dar. Ich vertheilte nämlich das Lichtphänomen, indem ich auf den Hammer eines zweiten Magnetelektromotors eine sehr feine Stahlnadel («Perlennadel") befestigte und ihre Spitze auf der Platinfläche des ihr gegenüberstehenden Amhoses hämmern liess; es war also die umgekehrte Construction von der des er­sten. Die magnetelektrischen Pole des ersten Apparats, von denen sich ein Theil der Entladung ableiten lässt, wurden mit Hammer und Ambos des zweiten in leitende Verbindung gesetzt. Wäh­rend nun der erste vibrirte, wurde auch die Nadel des zweiten in Oscillationen versetzt, wodurch sie mit dem höchst nahen Am­bos in häufige Berührung kam, und so das abgeleitete Lichtphä­nomen zeigte. Da die Stahlnadel weit feiner als die Platinspitze des primären Apparats war, so entzog sie dieser nur einen sehr kleinen Theil der Elektricität; daher war ihr Licht, auch weit schwächer. Aber durch 25fache Vergrösserung konnte ich deut­lich wahrnehmen, dass, wenn sie negativ war, ^ur an ihrer äusser- sten Spitzejund nur Ein Lichtpunct erschien: eine Folge der Politur, wie schon oben erwähnt. Die Flamme war wieder violett; also machte die Verschiedenheit des Metalls, an dem sie auftrat, in der Farbe hier keinen Unterschied. Dabei war sie länger als die an der Platinspitze, aber von viel matterem Licht; häufig war sie gar nicht sichtbar. Blitzte sie auf, so sah das Ganze wie ein Komet aus. Auch am Ambos, wenn er negativ war und leuchtete, sah ich sehr selten die Flamme, sondern nur eine von zahllosen weissen Lichtpünct- chen schimmernde Scheibe; eine Folge der schwachen Elektricität.

15. Bringt man ein Tröpfchen Wassers oder wasserhaltigen Weingeists zwischen Hammer und Ambos, so arbeitet der Mecha­nismus zwar vibrirend fort, allein man sieht bei schwacher Erregung wohl die Gasentwicklung des zersetzten Wassers, aber kein Licht. Erst bei starker Elektricität sieht man das Licht auch unter Wasser. Wartet man die allmählige Verdunstung ab, so erscheinen zu­nächst weisse Lichfpünctchen, dann die Flamme. Man kann diesen Embryonalzustand des elektrischen Lichts nicht schöner sehen.

16. Aber nicht minder lehrreich als die Schwächung des Phänomens ist dessen Verstärkung. Um diese zu bewirken, muss man sich einer kräftigeren Kette bedienen, doch einer solchen,