zwischen dem Hammer und dem Ambose bei jeder Oeffnung der Kette ein sogenannter Funke erscheint, und dass diese Lichterscheinung bei den schnell sich wiederholenden Trennungen eine scheinbar stätige wird. Irriger Weise hält man sie für wirkliche (von Pol zu Pol überspringende) Funken, oder schreibt sie (wie/ ich selbst a. a. O.) immer einer Metallverbrennung zu; erst bei sehr starker EIektricität entsteht Verbrennung; bei so schwacher Quantität und vorherrschender Spannung ist. die Lichterscheinung nur mit einem Minimum von Wärme verbunden. Schon das blosse Auge sieht sie bei gedämpfter Tageshelle als ein violettes Licht; die Stromrichtung möge nun vom Hammer zum Ambose oder umgekehrt gehen. Aber sie. ist überaus klein; und diess brachte mich auf den Gedanken, mit dem Mikroskop sie zu untersuchen.
7. Man beobachte also mit bewaffnetem Auge, und sogleich wird man sehen, dass das Lichtphänomen immer am negativen Pol erscheint , d. h. dass die Platinspitze des Amboses leuchtet, wenn der Strom vom Hammer zum Ambose geht, und die Platinfläche des Hammers, wenn die umgekehrte Richtung stattfindet. Bekannlich geht die Magnetelektricität beim Oeffnen der Kette in derselben Richtung wie der primäre Strom; auch zersetzt sie z. R. das Wasser in demselben Sinn, entwickelt Sauerstoff an der vom Kupfer der Kette herkommenden Elektrode | und Wasserstoff an der zum Zink führenden. Dass also die letztere der negative Pol ist, kann keinen Zweifel erleiden. Ueberdies kann man die Nachweisung Gassiot’s (Ann. LXV. 479) vergleichen.
8. Schon mit einer fünfmal vergrössernden Loupe entdeckte ich dieses Fundamentalphänomen. Schon so fällt es unzweideutig in’s Auge, aber die genaue Unterscheidung des Details fordert stärkere Vergrösserung. Am vortheilhaftesten fand ich die 25 U.nd die 50fache eines Plösslischen Mikroskops, zu welchem ich mir ein Horizontalstati^ machen liess. Sie erlauben eine l 3 / 4 zöllige Entfernung des Objectivs vom Gegenstand. Mit der 66fachen sieht man nicht mehr, als bei jenen, und das Rild ist weniger nett. Uebrigens ist auch hier keine starke Verdunkelung des Sehefeldes nöthig, und eher nachtheilig; die Spitze z. R. wenn sie leuchtet, spiegelt sich dann in der Fläche.
9. Mit dieser Rewaffnung nun unterscheidet das Auge deutlich, dass das Licht von zwei verschiedenen Quellen kommt. Die erste besteht aus blendend weissen Pünctchen vom lebhaftesten Glanze,