Stellungen, noch sind auf experimentalem Wege zulängliche Beobachtungen angestellt worden. Nur kommt man darin überein, dass hier eine Bewegung des Leuchtenden stattfinde, welche man sich als eine Strömung in Einer Richtung oder in zwei entgegen­gesetzten vorstellt, als überschlagende Funken , an deren Licht beide Pole Antheil haben, und vorzugsweise der positive.

3. Die objectiven Ursachen dieser Unklarheit sind haupt­sächlich die Flüchtigkeit des Phänomens, und die mitwirkende Wärme. Ist die leuchtende Entladung ein einzelner Blitz, so geschieht sie in einem so unermesslich kleinen Augenblick, dass sie nicht distinct gesehen werden kann. Ist sie eine höchst rasche Aufeinanderfolge unzähliger Funken, wie z. B. im elektrischen Strahlenbüschel des Conductors, so bleibt die Polarität des leuch­tenden Wesens unsicher; denn was hier leuchtet, kann entweder die ausströmende positive Elektricität, oder das durch Induction hier negativ elektrisirte Medium sein, so wie umgekehrt am anderen Pol. Tritt endlich ein hoher Grad von Wärme hinzu, wie bei starken Leydner-Flaschenschlägen oder bei den Verbren­nungserscheinungen der Voltaischen Batterie, so erscheint das Lichtphänomen complicirt, und beinahe ganz als ein secundäres; man muss es glühenden Metall- oder Kohlenfheilchen zuschreiben, fast so gewiss, als man das Licht des zwischen den Polen glü­henden Platindraths nur mittelbar der Elektricität, unmittelbar aber der Wärme zuschreiben muss. Dass es aber ein primäres elektrisches Licht giebt, ein nicht durch die Warme vermitteltes, so wie eine dunkle elektrische Wärme, ist gewiss. Viele Phä­nomene der Reibungselektricität zeigen ein solches höchst glän­zendes elektrisches Licht mit einem Minimum von Wärme. Es ist nur schade, dass man aus den erwähnten Gründen den Ursprung des Lichts hier wie dort nicht mit Erfolg studiren, und aus dem Chaos der Erscheinungen ausscheiden kann.

4. Es ist mir gelungen, auf einem anderen Weg dies zu erreichen. Bei der Magneteleklricilnt nämlich, unter welchem Namen ich die durch entstehenden und verschwindenden Magne­tismus hervorgerufene Elektricität begreife, nicht nur wenn die Erregung durch den permanenten Magnetismus des Stahlmagneten, sondern auch wenn sie durch den momentanen des Elektroma­gneten geschieht, kann man unter günstigen Bedingungen das elektrische Licht frei von verwirrender Complication und sehr