nutzung ein dritterteil zum Aufmehren und Besten der Facul- tatis und studii medici in promovenda salutate Tuiblica, einen vor Arme Kranke,dir dritte aber zur Capital-Anlage und Con­servation, wie auch einiger Verbesserung des Fond verwendet, und dieses letzte nicht in das unendliche,und zur Aufhäufung grossen unnützen und schädlichen Guthes betrieben werde,wann- anliero die zween ersten fälle hauptsächlich zu bedenken wären.

Zu allen werden nützliche Vorschläge von meiner Hand sichfe vorfinden,welche unter Anrufung Gottes,mit Weisheit und Redlich­keit, nach bestem Wissen und Gewissen,wie ich selbts handele, auszuüben,dnd dem selben aase zu geben ersuche,damit unter denen hiesigen Herrn Medicis allzeit ein gutes Vernehmen und Eintracht in der Arbeit zum gemeinen Nutzen möge angetroffen vferden.Und zu dieses alles Beförderung hätten sämmtliche Herrn Medici jährlich einmahl,gegen ein ledesmahl zu entrichtendes billges Honorarium,den ältesten Herrn Syndicum des löblichen Collegii derer Herrn Einur.&fünf ziger,benebst einer Person von der Send-enbergischen Anverwandschaft zu Sich zu bitten,und Selbige von ihrer Administration,aus ihren vorgelegten Büchern die nöthigo Information nehmen zu lassen,und,wo erforderlich, deren Beyraths zu x>fl9gen.

Die mit meinen Herrn Brüder gemeinschaftlichen wenige Dinge,wenn davon bey meine; l Ableben noch etwas übrig seyn sol­lte, werden nach vorhandener meiner handschriftlichen besiegel­ten und unterschriebenen Notitz zu berichtigen seyh,audi die legata vor das Hausgesinde dieser Art,mit jene.:, eben die Gül­tigkeit haben,und exequirt werden,wie dieses Testament selbsten Zur solennen corroboration dieses Vermächtnisses habe die unterschriebenen dßey Herrn und Mitglieder eines HochEdlen Raths gehorsamst erbeten,dass Sie dieses Vorgangs Zeugen zu seyn,und mit Ihrer Handschrifft und Siegel,wie von mir selbst

hiermit geschiehst alles zu igestätigen belieben wollen.

Frankfurt^ d.Martii 1760. \

(LS) Ich Johann Christian Senckenberg rel&Lnae Loctor und Fhysicus ordinari- us A allhier,bekenne,dass obstehender von mir selbst verfasster, eigen­händig geschriebener-unterschriebener-und besiegelter Aufsatz meinen letzten und liebsten Willen enthalte.