3.Entwurf.v 17*|ö\

In einem Umschlag mit der alten. IT2 134. findet sich der weitere

Entwurf:

Im Namen Gottes Amen!

Gleic$ wie bey uns Menschen nichts gewisser als der Tod, nichts ungewisser aber als die Stunde desselben ist,und es sich etwan nach Gottes allein gutem Willen fügen raögte,dass ich ohne förmliches Testament zu machen,welches mir jedoch fest vorgeset zet,abscheidete:Soll dieser,mein eigenhändiger und von mir selb' st besiegelter Aufsatz eben diese Gültigkeit haben,und wird ver hoffentlich von den Meinigen nicht impugniert werden,weil er das Beste des Vatterlandes In medicis u.das Wohl derer armen zun Eni zweck hat,Got vor jene auch dergestalt gesorgt hat,dass wo sie wollen , es ihnen an zeitlichen Kothwendiag':eit nicht fehlen wird.

1) Besteht mein Vermögen in Gapitalien welche in meinem Ca-

pitalbuch specificirt sind,und dazu die Documente in einer be-

a

sonderen Chatoulle verwahrt sind;In Barschaft,so die anzutreffe: in dem eisernen Schrank und Commode in der untersten Stube,so­dann in der 2 Stigen hoch hinten aus gelegenen Stube,u.darinnen in denen Schränken,Commode u.eisernen .:ista u.Coffre,in welchen letzteren alles mein Eigenthum,der Magd Pommerin Lohn,so k part darin liegt ausgenommen,wie auch in oben gedachter Chatoulle der Magd Eva Reussin Wechsel auf die Judenschafft zu Fridberg, u,ihr Testament von 1750* im Augusto.

2) Meine Erben sollen seyn,meine Herrn Collegen,S&mntliehe Medici der Stadt Frankfurth,vor sich u.ihre Nachfolger im Amt zu ewigen Zeiten,also zwar,dass die Ravenims halb zun Aufmehren rei raedicae in der Stadt, halb aber vor Hausarme,so es würdig sind,verwendet werden,u.sollen Medici die Administration darü­ber allein haben,u.sich unter einander berechnen.

Kain Wohnhauss in der Tlasengasse mag zu Zusammenkünften dienen,auch die Bibliothque,welche jährlich mit nützlichen Bü­chern vermehrt werden Mann,ex omni facultate,potissimum vero