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Außer dem hier erwähnten Saldo von fl. 18,637. 38 kr. besitzt unser Verein nun, — wie Ihnen aus den Mittheilungen an die letzte Generalversammlung erinnerlich sein wird, ein werthvolles Material an Leinen, zubereiteten Verbandstücken, sonstigen Lazarethbedürsnissen und chirurgischen Instrumenten, aber auch an Fahr- und Tragbahren und weiteren dazu gehörigen Ausrüstungsgegenständen des freiwilligen Sanitätscorps. All dieses reiche Material ist einstweilen noch theils in der Behausung des Pflegerinnen-Jnstituts, theils wohlverpackt noch in dem oberen Stock des Brentano'fchen Hauses, theils in einer andern zeitweilig überlassenen Räumlichkeit sicher untergebracht, da es uns bis jetzt leider noch nicht gelungen ist, ein besseres Unterkommen dafür ausfindig zu machen. Es wird aber eine der nächsten Aufgaben des Comit^s sein müssen, ein in jebev Beziehung geeignetes Magazin dafür zu beschaffen, in welchem alle diese verschiedenen Gegenstände nicht nur vollkommen sicher aufbewahrt, sondern auch fortwährend mit Leichtigkeit nachgesehen und somit in gutem Stande erhalten werden können.
Ueber die sonstige Thätigkeit unseres Vereins seit dem Monat August des vergangenen Jahres haben wir Ihnen nur wenig Neues zu berichten. Auf dem vom 23. bis 25. Oktober vorigen Jahres in Nürnberg abgehaltenen' ersten Vereinstag sämmtlicher deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger, der einen wichtigen Abschnitt in der Geschichte der deutschen Hülssvereine bezeichnet, wurden nicht nur die reichsten, im Inlands wie im Auslande während der Kriegesdauer gesammelten Erfahrungen über die bisherige Thätigkeit der Hülfsvereine ausgetauscht, und zwar von den sachkundigsten Männern, die alle in reichstem Maaße selbstthätig gewesen waren, sondern es wurde, aus diese Erfahrungen fußend, mit ganz besonderer t Vorliebe auch über die nunmehrige Friedensthätigkeit der Hülfs
vereine verhandelt. Allgemein aber erkannte und bezeichnet man als die erste und wichtigste Aufgabe dieser Friedensthätigkeit die Ausbildung und Bereithaltung wohlgeschulter Krankenpflegerinnen, und zwar auch sogenannter weltlicher, d. h. nicht einem katholischen oder evangelischen, oder überhaupt religiös-confessionellen Orden angehöriger Pflegerinnen, da alle diese Ordensschwestern, so hochverdient dieselben sich auch während des letzten Krieges an so vielen Orten erwiesen haben, schon ihrer Zahl nach nicht einmal in Friedenszeiten dem Bedürfnisse genügen können, das sich in unseren Tagen, die soviel höhere und soviel weitergehende Anforderungen an eine tüchtige Krankenpflege stellen, überall geltend macht, geschweige denn im Kriege.
Wie Sie wissen, hatte unser Verein schon vor dem Ausbruch des