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ten Planes in der Unmöglichkeit zu suchen, die Sicgesallee Ifüi- die eigentlichen Korsowagcn, wenigstens während der
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„Zehntausend Fuß hoch" von F. Wange n- heim, spielt oder, rickstiger: plaudert, oder noch richtiger: schwätzt auf dem Großvenediger, angeblich in der Prager- Hütte. (Die Sektion Prag des Deutschen rnrü Oesterreich:-, sehen Alpcnvereins wird gut tun, sie baldigst reparieren zu lassen.) Ein Tourist Kurt b. Golm kehrt dort ein, bald nach ihm eine Touristin Helene v. Golm. Sie sind Conpin und Cousine, kennen aber einander nicht persönlich. Er, der Majoratsherr, hegt die heftigsten Vorurteile gegen seines Vetters Witwe, die Schauspielerin gewesen ist. Beide tverdcn am Schlüsse ihrer langen Konversation Freunde, ja sogar Verliebte. Welcher Theaterbesucher hätte eine so überraschende Wendung vorausgesehen' Das feindliche Liebespaar wurde von Frl. Lange (Me jetzt ans unserer Bühn« sehr selten zu sehen ist) und Herrn Baue r gespielt, oder richtiger: geplaudert, oder noch richtiger: geschwätzt, und zwar so lebendig, wie der Verfasser cs nur irgend wünschen konnte. Gute Kopien nach dem Leben boten die Herren S ch iv a r z, Bayr Hammer und D ä n e b o r g als Bergführer und Hüttenwart. Auch die'Regie (Herr Quincke) hatte treu nach der alpinen Wirklichkeit gearbeitet. Nach diesem Stück zu schließen, wird in den Bergen, je höher man hinaufkommt, nicht nur die Luft, sondern auch der Witz irmner dünner. Dian wird sich also beim Autor Moch bedanken müssen, daß er sich mit 10,000 Fuß begnügte und den Vorgang nicht beispielsweise in die Vallot-Hütte auf dem Montblanc (4310 m) oder gar auf den Gipfel des Gaurisankar (8889 m) verlegt bat. m.
— alten Senckenberg.s Wir erhalten folgende
Zuschrift: Zu dem Artikel „Vom alten Sen cken- berg" in Nr. 108 der „Frankfurter Zeitung" erlaubt sich ein alter Frankfurter bezüglich der Fftgur, welche auf dem Kuppeldache des ScnckenbcrgischenlÄnatonüe-Gebäudes gestanden hat, nachstehendes mitzutWeu. Die Figur stellte den Gott der Zeit — Chrono § oder Saturn — dar und war gar keine Wetterfahne, sondern eine feststehende Statue. Das Gesicht war nach Süden, zum Botanischen Garten gerichtet, den Rücken, welcher zwei große Flügel trug, kehrte sie der Bleichstraße zu; sie hielt in der rechten Hand, in Kopfhöhe erhoben, ein Stundenglas und in der linken eine Sense, deren Klinge über dem Kopfe Vorstand. Die Bildsäule war über Mannesgrößc hoch, aus getriebenem Blech, rund und plastisch gearbeitet, sicherlich inwendig mit Eiscn- j stangen versteift, und wäre für eine Wetterfahne viel zu i groß und schwer gewesen. Eine Wetterfahne muß auch dem Winde eine gerade glatte Flüche bieten, während diese Bildsäule voller Ecken und Biegungen war. Bei der großen Menge galt sie nicht für das Bild des Gottes der Zeit und damit auch der Vergänglichkeit, sondern für dasjenige des Todes, und um den Kranken im Hospitale diesen viel, leicht aufregenden und ängstigenden Anblick zu ersparen.
S'So
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