Die Moralpbilofophie stellt in ihrem allgemeinen Tbeile den höchsten Zweck auf, dessen Realisirung die Vernunft von dem Menschen als einem sittlichen, zur Selbstbestimmung fähigen Wesen fordert, erläutert den Begriff von Freiheit im Gegensätze von Naturnothwendigkeit, gehet kritisch die in den Hauptsystemen dieser Wissenschaft als höchste Gesetze angenommenen Moralprincipien durch, und findet die Be« stimmung des Menschen im wirksamen Streben nach Er/ reichung des Ideals der Tugend. In ihrem angewendeten Theile zeigt sie, wie der Mensch sich diesem in jedem Busen wohnenden und durch das Gewissen angekündigten Ideal, unter den Verhältnissen und den Bedingungen des sinnlichen Lebens, durch Beherrschung und Leitung der Triebe, Neigungen und Leidenschaften, deren Natur und Verschie« denheit erörtert wird, möglichst annähern könne.

Der Vortrag in der Aesthetik geht nicht bis auf die letzten Principien einer Philosophie der Kunst zurück, sonr dern beschränkt sich auf Erklärungen der allgemeinen in Kunsttheorieen vorkommenden Begriffe von Kunst, Kunst« - werk, Kunstideal, vom Schonen, Erhabenen, Naiven,« cherlichen, dem Contraste u. s. w., wirft einen Blick auf die Art des Wohlgefallens, welches durch Kunstproducte erzeugt wird, und auf die dabei aufgeregten inneren Thä« tigkeiten und Gemüthsbewegungen, läßt sich auf eine Classtficirung der Künste, ihrer Stoffe, Mittel und der dadurch bestimmten Grenzen, auf Verbindung mehrerer Künste zu einem großen Effecte, ein, und fügt bei jeder