stehet, um 16 Fl. und Mmal um so vre Baken w Niger erkaufen alsviel Pfunde (*; der laufende Preis dcs Kernens seyn wird. Allen Fremden ohne Ausnahme werden alle Arten von Früchten und von Ectraide zu kau­fen und zu verkaufen gestattet, auch allen Bürgern und Angehörigen die obrigkeitliche ErlauLnrs erlhcikct, den Gctraidhändel, nicht zum Schaden und Nachtheil des gemeinen Wesens, sondern mir derjenigen Redlichkeit und in denjenigen Gesinnungen zu treiben, durch welche allein jede Att Handeljchafft demjenigen, der sich damit defchaffriget, wah­ren Nutzen und Ehre bringen kan.

(*) Ei» Basler Pfund thut zwey Franzo- suche Livres.

Zu Cöln wird das Getraid um einen sehr hohen Preis verkauft; auch der Preis des Fleisches ist um die Hälfte gestiegen ; kurz alles ist nach seinem Mrhaltniß kheurer, als es sonst gewesen : Das Matter Rocken kostet gegrnwärm 9 fl. welches ein sogroses Elend in daflger Gegend verursachet,daß der unglück­liche Landmann sich gezwungen flehet, der Ar- muih durch allerhand gefährliche Mrttttvsr- zubauen.Rauben und Plündern aus den Land- straffen ift anjetzk etwas allgemeines.

Der Einwohner in Frankfurt am Mayn in Absicht aus ftins Fruchtbarkeit, Mortali­tät und Gesundheit, geschildert von Johann Adolph Behrends, der Arzeney Kunst Doctor, ist Mhier dcy dem Buchdandlcr Garbe für 45 kr. zu haben. In dieser Schrift, die dem Hochgelahrren Hessen Cassclischen Hof-Rath und Leibarzt, Herrn Johann Christian Sen- kenberg zugefchriet en, dessen Name durch die Stiftung eines bürgerlichen Hospitals in un­vergeßlichen Andenken bey der spätesten Nach­welt bleiben wird, liefert uns der geschickte und gelehrte Herr Verfasser viele nützliche lehrreiche Anmerkungen der Stadt Frankfurt. Er rechnet die Anzahl der Einwohner dieser Stadt und Sachsendausen , nebst den Jud n auf 42630. welche letztere auf 6630. augcge- he« weiden. Zu den'Urfachen des geringen Verhältnisses der Eben zu den Lebendigen, setzt der Herr Verfasser den hochgestie§enen Luxus, den ausschweifenden Klttder-Pracht und das Wohlleben, als welche bey uns idren Thron aufqeschkasen und den Heurattcn die wichtigste Hindernisse setzen. Er beweiset die-

s fts an kenSachftuhäufern, deren viele, da

1 sie von so viel Bequemlichkeiten und Pracht nichts wissen, daraus los heuralhen, und folg, lich eher eine Familie vorsteheu und dieselbe ernähren können. Dahingegen ein Mann, der da überlegt,-wie viel zu einer bequemen Er­haltung einer Familie nöthig ist, vor dem Ehe­stand erschreckt, und davon «bgehcklten wird. Von der Mäßigkeit unserer Vor - Eltern mag folgende Anmerkung zeigen, daß sie als erdare Leute und als Republikaner in aller Frugalitst ihren Hirsen verzehret, und oft eint gaüzes Amt mit 5 fl. hochgeschmauset bade, und dabey des Gutthäters mit Ehren gedacht und erst vor Svnnen - Un­tergang sriedsam auseinander gegangen. Von den räuberischen Getränken des Thce und Eoffee, die so häufig jetzo getrunken werden, druckt er sich so aus. " Ich will " gar nichts von hohen und Mittlern sagen, " aber nicht ehrlich will ich seyn, wenn nicht " von der vornehmen Holzhackers-Frau an,

" biß auf die lu-.'.pichfte Dirne, die ihre " Blöse nicht decken kan, Caffce getrunken " wird, so, daß bey pieken nach ibrem Tod n im Haus oft kein alter Brotz - Schrank,

" aber doch eine gangbare Caffee-Müdle ge- " sundcn wird. Der Raum dieses Blats gestattet nicht, mchrers anzusühren, und ver- dienet diese Schrift, drc gut gedruckt und mit

2 Kupfer sezieret, viele Leser.

AV ERTJSSEMENTS Da das Herrschaftliche Hof-Guth zu Lich, von Petri künftigen Jahres an, auf -3.6. oder 9-Jahre, an den Meistbietenden hinwiederum verpachtet werden soll, und zu dessen Ver­steigerung der 15. November lausenden Jahrs anberaumet worden; Als wird solches hier­mit öffentlich bekannt gemacht, damit die­jenige, welche Lust haben, dieses Gulh liebst Zugehör zu übernehmen, sich inzwischen zu Lich, um tuss.n Brschsfftnhcit erkundigen, auf dltizu leistende Camion gesaHt machen, und an vorgemeldtem iz.Nev. Vormit-agß um lo Uhr, bey He ch^cafl. Menth Cammer allbier zu Hohen-Solms einsind.n, die Be­dingungen anhören und sich ücitgnüo einias, ftn können. Wobeydannverläustg bemerktt wird: D ß ru diesem Guts,

») 358 i /2 Morgen Ackerland,