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Zn Frankfurt am Main.

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Wien, vom 2 v. Oclobr.

Diesen Abend stnd Ce. Konigl. Hoheit der Erz-Herzog L^rozw d, mir Höchst-Dno Frau Eemechltir Königl Hohk.il von der Maria Zeller Wallfahrts-Rnle zurückgekommen.

Sonst Haren wir noch nachzutragen, daß den roten dieses Ihre Majestät tieSüpfain Sbnigin, unsere allcrgnädisfte Frau, frühe M> rsins mir denKbnigl. HehmendcmCr^ Herzva Leopold, Gros-Herzog von Toscana, ,und Höchst Ders Durchlauchtigsten Frauen Gemahlin MttcrBcgleituna eitriger Eavaliers und Damen nach Cioster Auburg stch erhv den, dastlbst cm?m vkn dcm alldasißenProb- steu, Gcnsried von Rollmann, gehaltenen .CboradAmtbcygkwrhnet. Nach vollendetem Eottesdienst aber sich durch das reguliere Chor Herren Stift Ct. Augusiini, in wel- chem Mechechft IhreMafcstat ein und an­dere Zrn nur der Privat Geistlichcn in Augcri­sche n genommen, in das fogenonnte Reu- gebau begeben^ und da seid st cm allda zube- reilctesF-ühstück eingenommen, dann nach- hinin des Herrn Prvdsicn Wohnung sich ver­füget, einfolglichen du, ganzen llmfsng die« fes uralten MLrggräfl.Stifrebcstchtwel,bey welcher Geleg,cndcrt Ihrer Majestät gedachter Herr Probst den von ihm m~u enikvorfenen und verkürzten R;ß zu dermaleir stiger Endi­gung des mit so unermeßlichen Kosten ange- sangenen Baues dieses Stifts alleruntcrtha- nigst vorgeleget hat; ek wurde solcher nicht nurdurchgehends aller-gnädigst beangenehmr- §et, sondern es tezcugren auch Ihre 9) sje- stär über all und jedes idre vollkommenste Zufriedenheit, und kebreten erst nach Ver­lauf dreyer Stunden wiederum zurück nach Echönbrunn. Se. Königl.Hoher!der Gros- Herzog hingegen, derben fich, nachdem Sie Ih­re AMdurchlauchtWe FrauMumr rn obge­

meldetes Neugebau begleitet, sogksich über die Donau zu Sr. Dkajestär dem KaHser auf ei- ne Parforce Jagd begeben-

Neulich kam em Courier aus Berlin m möglichster Eil hier an, und ist den ander« Morgen darauf mit einer Antwort von aus- filftcr Wichtigkeit wieder abgereiset. G! ich hierauf ist auch e-m Courier nach Lenden ge« chntzt worden, woraus man schrißt,.dL- d:ese dreyHöscgkmeinchüfttlch au dem Frie­den zwischen Rußland und der Ommanm- schen Pforte arbeiten. Wir hören weiter nichts mehr, daß die Pest weiter um sich greife, welches wir unfern guten Anstalt«« auf den Erünzcn zu verdanken haben. Der Prinz von Gallizin hat vor om en Tagen einen Ccurier an feinen Hof abgefertigL; mm spricht von einem Waffel-stWand zwischen bilden Krieg führenden Machten; vielleicht ist es derjenige, den die Iahrszeü anjetzt von selbst mit sich bringt.

Constanunepel, v^m z.Sept.

Die Iar.itscharen, weiche des Kriegsschon überdlüßig find, und nicht wustrn, wie fie sich von dem Befehl, zu der Armee zu ge­hen, losmachen sollten, haben zu einer Ver­kleidung tüe Zuflucht genommen; aber ehre List ist durch den Kamskan entdeckt worden. Sie Helten Bidendn Kleider von vorneh­men Personen-angezegen; de nun ihre An­zahl sehr zunahm, so schöpfte man Argwokm. Es wurde ein solcher Bedienter an den blo- sin Füßen besichtiget, Pa fand sich das ge­wöhnliche IÄNitscharcn-Zeichen, rühmlich em rorher Strelf um die Füße, den sie alle wegen ihren engen rochen Schuhen an sich hocken; und so wurde der Betrug entdeckt. Der Großsult-n hat ihnen iw P.rson strr- ke Verwerße geZcbcn, und sie alle genbthigt, nach dsr Armee dos Grvtvejiers aufzubrecherr.