verabscheut. Mich wollte er vor 3. Jahren auch mit 1000 Rthl. an setzen; ich röche aber den Braten und schlug sie ihm ab, weil mich mit der Fundation eingelassen hatte.

Resignation wird von meiner Seite nicht leichtsinnig gesche­hen und ohne die größeste Noth, da man allgemach gewahr wird, daß Senatus etwas schüchterner wird, und ohne Zweifel durch die Appel­lation erschreckt worden ist, die ein schönes Gelese nach Wien bringen mögte, wo jetzo ein Kppf ist, der unsere ungerechte Gan+- Monarchen nicht mit indifferenten Augen ansehen mögte.

Vale cum familia et fave'

T.

Ff den 12 ten Jul. 1766

P.S. Wie gefällt Mon Frere unseres Herr v. Ohlenschlager neuer

Commentarius in Auream Bullam?

Was für ein Eloge des ehemaligen Hanauischen D.Theologiae Schäl, Sohn, anitzo Zeitungsschreiber allhier, mir in der hiesigen Gelehrten Zeitung LIII ten Stück gemacht, wird Mon Frere ohne Zwei­fel gelesen haben. Ich wünschte er hätte still geschwiegen und

unge

mich damit

gelassen. Er ist nicht ungeschickt, aber

lüderlich und arm, und sucht dadurch etwas zu verdienen, so ihm auch in Ansehung seiner Armuth, nicht aber des Elogii wegen, werden soll. Wer an die Straße bauet muß eben die Leute reden lassen!

Bei diesem Brief lag das 53. Stück der "Frankfurtischen Gelehrten Zeitungen" vom 8.Juli 1766 bei.