Dergleichen kleinstädtisches ohnfehlbar von Pergen und Grimmeise- nisches Unternehmen ist bey Huldigung noch nie geschehen solang die Stadt steht; und weiß ich nicht was man noch endlich aus uns machen wird, die wir jetzt so übei regirt werden als noch jemal geschehen ist. Man verrathet und verkauft alles. Gehts so fort, so ist der Untergang und das Verderben gewiß.
Mon Frere Handschrift bessert sich, und ich hoffe die Hand bald wieder völlig hergestellt zu sehen, wozu Gott seinen Segen verleihen wolle.
Der Brief an Frau Weinreichin ist bestellt.
An Herrn Vice-Cantzler Kortholt und R Rath Jan w&Bde die Com- plimens ausrichten sobald ich sie spreche, da sie eben wieder von Darmstadt, wie vernehme, zurückgekommen sind.
Des Scharfrichters Sonh betrf. hoffe lyion Mon Frere bald ein sentiment zu sehen, wie auch eine Nachricht wann etwa praefatio Instituti werde zu hoffen seyn. Das Wappen mit der Unterschrift über die Hauthür an dej%,aedibus Fundationis im Marmor werden bald fertig seyn und nicht übel lassen, da die Schrift, die Flammen auf dem Berg und den Stern zwischen den Büffelhörnern verguldet seyn werden. Es ist dieser Spaß zwar etwas kostbar, mag aber hingehen weil er einmal vor immer geschieht.
In re Medicauwird hier an keine Ordnung zu denken seyn, bis sie zu Wien gemacht wird. Daß auch Medici in den Rath genommen werden und beständig wenigstens einer darinnen sey, ist wohl hochnö- thig, dnd damit hätte man doch endlich noch etwas zu hoffen. Dieses wäre dorten noch wohl, wie ich hoffeczu erhalten.
Vale cum familia et fave
Ff den 14 ten Junii 1766
T T.