Mon Frere!
Mein letztes war von gestern, und ich beziehe mich hiermit darauf, nebst dermaligem Vermelden, daß heute zu Herrn Directore des hiesigen Kayserl OperPost Amts, Herrn HehR. von Berberichp selbst gegangen und ihn gebeten die vidimirte Stifftungs Acten an Mon Frere ln dem querto-format, davon ich wisse, daß er schwerlich angenommen werde, ich aber denselben wegen der vidimus nicht anders einrichten können, zu befördern, welcher sich dazu gantz willig finden lassen, sonderl., wie er sagte, in einer solchen dem gantzen gemeinen Wesen vorträglichen Sache, da Er ohnehin gegen Mon Frere allezeit eine Aus nähme würde observiret haben; daß mithin Mon Frere gedachte Acta nun mehro bald in Händen haben wird, welche Herr von Berberich über das besonders zu recommendiren versprochen hat.
Er sagte mir hac occasdone, daß er letzthin bey denen Post- spoliis viele Briefe offen zurückbekommen, unter dem Post-Secret an ihre Behänder zurückgeschickt, vorher aber gelesen, und manche artige Annecdoten zu Gesicht bekommen, unser Stadt betreffend, und deren Belegenheit zwischen Rath und Bürgerschaft.
Das Conclusum vom Dienstag, 14 Martii macht hier einen greulichen Alarm, und wie ich heute auf der Rechney gehört habe, wird sich der Rath opponiren. Es heißt% man woll es vor erschlichen, und ohne des Kaysers Wissen und Verordnung verfaßt ausgeben und dagegen remon
striren. Ich weiß aber nicht, ob der Rath Babey vieles gewinnen wird i^*4^B*ccelius
CH#tdBi^%aer hiesige nicht ungeschickte Chirt^gus, des ehemaligen Pastoris zu Reichelsheim Sohn, unser Verwandter, ist gestenn an einer Lungenauszehrung gestorben.
Unter allerseit. gehros.Empfehl. bin allzeit
T. .
Ff den 26 ten Martii 1766