Mon Frere!
Das geehrte vom 19 ten hujus habe heute erhalten, mein letztes aber war vom 22 ten.
Was Herrn Shöffen v. ^hlenschlager airgeht, habe Ihm sogleich überschic&t.
Vor das treffliche Conclusum vom 14 ten hujus dankt die gantze Bürgerschafft von Grund ihres Herzen, und wünscht dagegen alles Glück und Segen, Was nun unser ^ern Großen im Rath thun werden, vollem wir sehen. Ihre Anschläge waren schlecht, und sind auch also abgelaufen. Am verwichenen Donnerstag war ein großer &rieg in der Rathstube, und bald hätte man über die 3. Füße in Müntzsachen zu den Degen gegriffen. Dr. Siegner, der sich als *t*i<pculus Rex inter
am meisten einbildet, und den 20 fl Fuß durchaus durchtreiben wollen, attaquirte den von Wiesemhütten gar grob, und warf ihm vor, warum ercjetzt von dem 20 fl Fuß abgehen wolle, da er dach sein eigenes project sey. (et verum hoc est, daß er und sein Schwie- gervatter v. Firnhaber alle die hohe Geld- und rang- Gedanken ausge- hecket haben). Als der 20 fl Fuß per majora endlddh worden, wollteh die 20 fl Füßer an den Kayser appeliren; das Conclu-J sum vom 14 ten hujus aber wird ohne Zweifel in dem Gedanken eine Aendert/ng gemacht haben.
Man dachte, Stanislavum wollten die interessirten Herren wegen seiner eigenen Meuten in Ruhe sterben lassen, und sodann ihr projec ausführen; Ist noch kein Geld da, so kann alles künftig dennoch geschehen, denn ich glaube der König von Preußen habe denen Herren Frantzosen etwas hinter das Ohr geschrieben. Pitt, der vor resolu- tion geschwind ist, steht mit Ihm wohl, Item unser Kayser* Vielleicht mögten im nächstkünftigem Sommer Caesar und Rex Borussiae bey dem Campement einander XKKH sehen.
Es ist wahr, daß Herr Doctdri Stoercken das Gifft zur heilsam men Artzney worden ist. Zu dem blinden Gehorsam aber hätte ich mich nicht so wie er verstehen können.
Mit der Praefation zu der Stifftung kann es gehen nach Mon Frere Belieben und gelegenere Zeit. Unser Herr Ren6 wird gantz gewil ein gutes Stciik Arbeit machen. Ich will mich heut über die beste